Seniorenbeirat: Erst vier Kandidaten

Mindestens fünf Mitglieder sind für ein Fortbestehen des Gremiums notwendig / Bewerbungsschluss ist am 19. Februar

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15. Februar 2018, 16:05 Uhr

Das wird knapp: Bei der Stadt Tornesch haben sich bis jetzt erst vier Bewerber für den neuen Seniorenbeirat gemeldet. Laut Satzung muss das Gremium jedoch aus mindestens fünf Mitgliedern bestehen. Die Verwaltung hofft nun, dass sich bis kommenden Montag, 19. Februar, weitere Interessenten melden. Dann läuft die Bewerbungsfrist ab.

Am 6. Mai wird der Tornescher Seniorenbeirat gewählt − parallel mit der schleswig-holsteinischen Kommunalwahl. „Es geht um die Gestaltung der Lebensbedingungen für die Senioren in unserer Stadt“, hatte Sabine Kählert, Leiterin des Amts für soziale Dienste, während eines Pressegesprächs im Januar deutlich gemacht. Gemeinsam mit Heidi Gottschalk, die ebenfalls im Amt für soziale Dienste arbeitet und im Rathaus als Ansprechpartnerin für die Wahl fungiert, hoffte sie damals auf reges Interesse für die Mitarbeit im Seniorenbeirat. Bislang ist dies jedoch ausgeblieben. Ändert sich daran in den kommenden Tagen nichts mehr, steht die Zukunft des Gremiums mehr denn je auf der Kippe.


Derzeit nur noch drei Mitglieder

Schon in den vergangenen Monaten wurde der Seniorenbeirat von der Stadt Tornesch lediglich geduldet − denn zuletzt zählte er nur noch drei Mitglieder. Im Rathaus gab es zwar keinerlei Bestrebungen, das Gremium aufzulösen, doch die Verantwortlichen haben deutlich gemacht, dass die in der Satzung vorgeschriebene Mitgliederzahl nun wieder erreicht werden muss. Sprich: Mit lediglich vier Bewerbern würde die Geschichte des Tornescher Seniorenbeirats vorerst enden.

Dabei war das Interesse nicht immer so gering. Im Juni 1992 gegründet, beteiligten sich in den folgenden Jahren bis zu 19 Mitglieder an der Arbeit für die ältere Generation. Doch seitdem ging die Zahl kontinuierlich zurück, sei es wegen mangelnden Interesses oder auch des Wechsels in die aktive Politik. Mit dem Ende der aktuellen Amtszeit am 31. Mai scheiden nun auch die letzten drei verbliebenen Mitglieder − Ralf Fromhein, Bruno Dörling und Georg Haese − aus dem Seniorenbeirat aus. Zeit für einen Neustart also. Und zumindest an Themen sollte es nicht mangeln. Ob Nahverkehr, Gestaltung des Stadtzentrums, Überquerungshilfen an Straßen oder mehr Ruhebänke in der Stadt − überall, wo die Belange der älteren Generation berührt sind, hat der Seniorenbeirat ein Mitspracherecht. „Im Alter hat man eine andere Sicht auf die Dinge und wir wollten die Stadt für die Senioren besser machen“, hatte Dörling jüngst zurückgeblickt. Wer es dem ehemaligen Vorsitzenden des Seniorenbeirats gleichtun möchte, kann sich noch bis Montag, 19. Februar, im Rathaus melden.


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Fragen zur Arbeit im Seniorenbeirat beantwortet Ralf Fromhein unter Telefon (0 41 22) 5 31 80 und per E-Mail an Ralf.Fromhein@ t-online.de

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