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Sitzung des Seniorenbeirates : Senioren hörten nichts Neues zur K22

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit mehr als 40 Jahren bewegt das Thema K22 die Gemüter der Befürworter und Gegner der Trassenführung über den Wischmöhlenweg durch Esingen Richtung Autobahn. Die aktuellen Informationen, dass die Unterlagen zur Planfeststellung, die gerade erst ausgelegen haben und für die bis Anfang März noch Einwendungen und Anregungen eingehen können, nochmals überarbeitet werden müssen, machte auch die zur öffentlichen Sitzung des Seniorenbeirates anwesenden Seniorinnen und Senioren wütend.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2016 | 21:32 Uhr

Wie berichtet, hat die Planfeststellungsbehörde eine gesetzlich vorgeschriebene Fortschreibung der Erfassung von Fledermäusen und Kiebitzen entlang des Wischmöhlenweges offenbar aus Gründen des Personalmangels nicht vorgenommen.

„Was ist nicht alles an Geld und Kapazität verschwendet worden! Gibt es einen Plan B für die K22, gibt es Alternativgedanken?“, fragte einer der 17 Tornescher und Uetersener Besucher der Beiratssitzung. Der Vorsitzende Ralf Fromhein hatte die K22-Befürworter Manfred Mörker (SPD Tornesch) und Erhard Wasmann (CDU Tornesch, Kreistagsabgeordneter) sowie den Sprecher der Interessengemeinschaft Südtangente Michael Krüger als Verfechter einer K22-Tasse, die Esingen weiträumig umgeht, eingeladen.

„Es wird für einen Außenstehenden immer unverständlicher, ob die K22 nun noch gebaut wird oder nicht, ob es Alternativen gibt und was ein Tornescher Verkehrsentwicklungsplan bringt. Bislang ist der Verkehrsentwicklungsplan das Papier nicht wert, auf dem er steht“, so Ralf Fromhein. Sein Versuch, Befürworter und Gegner der K22-Trassenführung zusammenzuführen und Senioren die Möglichkeit zu geben, Fragen zu stellen und ihrem Unmut über Verkehrsstaus und Schwerlastverkehr auf Uetersener und Tornescher Straßen Luft zu machen, führte jedoch lediglich zu einem Austausch bekannter Argumente.

„Wir Tornescher Politiker sind nicht Herr des Verfahrens. Was die Tornescher SPD tun kann für eine Realisierung der K22, wird sie tun. Dazu gehören auch Gespräche mit dem Verkehrsminister und SPD-Landes- und Bundespolitikern“, betonte Manfred Mörker. Er und auch der CDU-Kreispolitiker Erhard Wasmann verwiesen auf den bestehenden Vertrag zwischen Tornesch, Uetersen und dem Kreis zum Bau der K22. Erhard Wasmann merkte an, dass Fördermittel für die K22 auch nach 2019 zur Verfügung stehen müssten und Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) die Dringlichkeit der K22 für die Region unterstütze. Michael Krüger warf den Befürwortern der geplanten K22-Trasse vor, mit falschen Verkehrsentlastungszahlen zu operieren.

Die in Gutachten dargelegten geringen Entlastungszahlen des Tornescher Ortszentrums und der Ahrenloher Straße würden den 30 Millionen Euro teuren K22-Bau auf der geplanten Trasse nicht rechtfertigen.

„Ich sehe hier, dass engagierte Bürger der Politik die Pappnase aufsetzen“, so ein Zuhörer. Und eine Zuhörerin merkte an: „Es darf nicht sein, dass der Uetersener Verkehr durch Esingen geleitet wird. Mein Wissensstand ist durch die Referenten jedoch nicht bereichert worden.“

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