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Eintritt in den Vorruhestand : Seine letzte „Dienstreise“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Davon kann seit gestern auch Bauamtsleiter Peter Bröker ein Liedchen singen. Der Eintritt in den Ruhestand war alles andere als ruhig. Dafür sorgten seine Kollegen. Als Bröker vor seiner offiziellen Verabschiedung durch die Bürgermeisterin noch einmal in seinem Dienstzimmer Platz nehmen wollte, wurde er von diesen mit den Realitäten konfrontiert. Arbeiten? Nix da! Jedenfalls nicht am Schreibtisch.

Einige wussten: Peter Bröker unterhält mit seiner Frau Susan einen Apfelhof in Haselau. Ein kleines Stück Natur, das er nach der Arbeit im Rathaus gerne aufsucht, als Ausgleich. So staffierten sie den Chef der Abteilung mit Wägelchen und gefüllter Apfelkiste aus, banden ihm eine Schürze um und setzten Bröker zudem einen Strohhut auf. So herrlich neu eingekleidet durfte er von Abteilung zu Abteilung laufen und dort seine Äpfel anbieten. „Peterle’s letzte Apfeltour“ kam an! Das lag natürlich auch an den knackigen Früchten aus der Marsch.

Bürgermeisterin Andrea Hansen würdigte später, als alle Äpfel an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht worden waren, die Lebensleistung Brökers im Rathaus.

Die begann 1969 mit einer Verwaltungslehre. Stadtinspektor (und Beamter auf Lebenszeit), Stadtoberinspektor, Stadtamtmann, Amtsrat und zuletzt Oberamtsrat – seine Karriere in Uetersen führte Peter Bröker durch so manche Abteilung. Er war unter anderem Leiter des Amtes für Soziales, Jugend und Ordnung sowie Leiter des Bau- und Ordnungsamtes. Zwei ganz verschiedene Zuständigkeitsgebiete, in die sich Bröker jedoch schnell einarbeiten konnte.

Mit viel Leidenschaft und Können „makelte“ er sogar für die Stadt. Bröker verkaufte die Städtischen Grundstücke, verhandelte nach Art eines Kaufmannes zugunsten „seiner“ Firma – der Stadt.

Und wenn ein Baugebiet bis zum letzten Grundstück verkauft war, da mutete es an, als sei Peter Bröker schon etwas traurig: Nichts mehr abzusetzen! Doch in den vergangenen Jahren musste er auch diesbezüglich nicht lange warten. Denn schon hob die Politik das nächste Baugebiet aus der Taufe.

Neben der Verwaltungschefin dankten auch Bürgervorsteher Adolf Bergmann, Thorsten Ziehm von der KViP, Andreas Faust, Erster Stadtrat und CDU-Ortsverbandsvorsitzender, Rolf Hermann, Haseldorfs Amtsvorsteher, und Jens-Peter Brötzmann aus dem Kreis der Kollegen Brökers ruhige, verbindliche und menschliche Art.

Der Verabschiedete tritt am 1. Februar in die Freistellungsphase der vereinbarten Altersteilzeit. Das bedeutet: Beim Bauausschuss am Donnerstag (Sitzungsbeginn um 19 Uhr im Ratssaal) wird er noch anwesend sein. Gelegenheit also auch für die Politik, sich von dem verdienten Mitarbeiter zu verabschieden.

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erstellt am 28.Jan.2014 | 22:06 Uhr

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