Nach zwei harten Wintern : Segler sanieren den Pinnau-Hafen

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Zwei harte und lange Winter zogen zwei arbeitsreiche Saisons nach sich, aber jetzt endlich ist der Hafen der Seglervereinigung Pinnau (SVP) gerüstet gegen Eis auf der Pinnau.

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18. Oktober 2011, 20:53 Uhr

Gestern stellte SVP-Vorsitzender Henning Peters das Ergebnis der Reparaturarbeiten vor und machte dabei deutlich, dass weitere Investitionen folgen müssen, um den erreichten Status zu sichern.

„Winter verwüstet Pinnau-Hafen“ titelten die Uetersener Nachrichten im Frühjahr 2010 an dieser Stelle. Damals hatte endlich das lange ersehnte Tauwetter eingesetzt, und der schmelzende Eispanzer auf dem Nebenarm der Elbe gab den Blick frei auf das Ausmaß der Beschädigungen.

Keine der Dalben hatte das ursprüngliche Niveau, die hölzerne Steganlage war unbenutzbar, die Bewegung des Eises hatte sogar die Ketten zur Befestigung der Stege gesprengt. Hafenmeister Stefan Eller und Henning Peters, damals noch stellvertretender Vorsitzender, rechneten mit einem Investitionsvolumen von 12000 Euro. Nötig waren schließlich 46000 Euro, denn nicht eingeplant hatten sie einen zweiten, ebenso langen und harten Winter. „Der hat alles zerstört, was wir 2010 noch nicht repariert hatten“, so Peters. Wichtigste Maßnahme war die Beschaffung von 28 neuen Dalben, dicke Rohre mit einer Metallkappe, die tief im Pinnau-Boden verankert wurden. An ihnen werden die Metallstege festgemacht.

Was zunächst wie ein Routineeinsatz aussah, entpuppte sich als schwierig, weil große Steine im weichen Boden die Arbeiten behinderten und mit einem Bagger geborgen werden mussten. Nächste Problemfälle waren die Verbindungsstücke zwischen Stegen und Auslegern, an denen die Schiffe festgemacht werden.

„Sie sind den Belastungen durch das immer extremer werdende Wetter nicht mehr gewachsen“, sagte Henning Peters. Ein Statiker bestätigte die Befürchtungen der Skipper: Bei Starkwind besteht die Gefahr, dass sie reißen, die Ausleger abgetrennt werden und die Schiffe vertreiben.

Austauschen lassen sich die Teile nicht so einfach, auch der Steg muss an der betreffenden Stelle jeweils erneuert werden. Und das ist teuer. Vereinschef Peters rechnet mit weiteren Kosten in Höhe von bis zu 80000 Euro. „Wir haben allein in diesem Jahr 1300 Arbeitsstunden geleistet, aber wir können viele der anstehenden Maßnahmen nicht allein durchführen“, sagte er.

Für die SVP ist das kaum noch zu stemmen, zumal nicht vor dem Hintergrund bereits getätigter Investitionen. Nun hoffen die Segler auf Zuschüsse aus dem Kreis, der Gemeinde Haselau und dem Landessportverband, damit die inzwischen angehäuften Schulden des Vereins in einem überschaubaren Rahmen bleiben. „Wir haben unsere finanziellen Möglichkeiten ausgereizt“, sagte Peters.

Großes Lob zollt er dem Hafenmeister Stefan Eller. Ohne ihn, so Peters’ Fazit, hätte der Verein noch mehr Probleme gehabt. „Er investiert viel mehr Zeit und Arbeit als er müsste und ist enorm kompetent“, sagte der Vereinschef.

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