Baupläne : Seestermühes Wehr soll umziehen

Eine Mängelliste der Feuerwehrunfallkasse brachte das Fass zum Überlaufen und die Gemeindevertreter zu einer wichtigen Entscheidung: Seestermühe bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus. Die Immobilie soll Heimat für weitere Vereine und Verbände werden, die ihre Räume derzeit noch in anderen gemeindlichen Gebäuden haben, die zum Teil ebenfalls sanierungsbedürftig sind.

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30. Juli 2014, 18:18 Uhr

Die Planungen für den Neubau stehen noch am Anfang, aber die Zeit drängt. Weil die Gemeinde auf Zuschüsse der AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest hofft, müssen die Architekten bis Ende August die ersten aussagefähigen Unterlagen zusammengestellt haben.

„Die festgestellten Mängel am alten Standort zu beseitigen, ist nicht möglich, weil wir dann die Auflagen des Brandschutzgesetzes nicht mehr erfüllen können“, sagte Bürgermeister Thorsten Rockel. Größtes Problem war bislang der Standort, aber auch das ist mittlerweile gelöst: Die Fußballer des TSV Seestermüher Marsch geben einen Teil ihrer Trainingsfläche ab, die dafür im Gegenzug ebenfalls generalüberholt wird. Einziger Nachteil dieses Plans: Der Fußballplatz entspricht dann nicht mehr den Anforderungen des Hamburger Fußballverbandes, weil die Fläche zu klein ist. Lediglich die Jugendturniere wären darauf weiterhin möglich.

Mit der Einschränkung kann der Verein leben, vor allem weil er noch in anderer Hinsicht von den gemeindlichen Bauplänen profitiert. Er bekommt endlich die dringend benötigten neuen Umkleidekabinen und Sanitäranlagen. Die sollen sich die Sportler zukünftg mit den Feuerwehrleuten teilen. Außerdem könnten der Bauhof angegliedert werden, das Rote Kreuz mit einziehen und die Gemeinde zusätzliche Räume bekommen. „Wir wünschen uns außerdem ein öffentliches WC für Radwanderer und Ausflugsgäste, denn die Bedeutung des Tourismus’ nimmt immer mehr zu“, sagte Thorsten Rockel.

Nach ersten Schätzungen wird die Immobilie zwischen einer und eineinhalb Millionen Euro kosten. Eine Säule der Finanzierung bildet die AktivRegion. Die Gemeinde hofft, in der 2015 beginnenden Förderperiode Zuschüsse zu bekommen.

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