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Landgericht Itzehoe : Seestermüher Schafschlitzer scheut

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Schafschlitzer von Seestermühe hat offenbar aufgegeben. Der 20-Jährige ist gestern nicht zur Verhandlung vor dem Landgericht Itzehoe erschienen. Das teilte Pressesprecherin Julia Gärtner mit.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2012 | 20:37 Uhr

Eigentlich sollte sein Fall in einem Berufungsverfahren neu aufgerollt werden. Doch daraus wurde nichts.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Henstedt-Ulzburger vorgeworfen, im Oktober 2009 in Seestermühe sechs Schafe erstochen zu haben. Es geschah in der Nacht auf Sonntag, 4. Oktober. Die Tiere standen auf einer Weide Am Altenfeldsdeich. Dort soll der damals 17-jährige mit einem Messer auf sie eingestochen haben. Die Schafe überlebten die Nacht noch schwer verletzt. Doch als der Halter sie am nächsten Tag fand, musste er sie einschläfern lassen.

Mehr als ein Jahr später hatte ein Amtsrichter den Mann zu einer Jugendstrafe von sechs Monaten verurteilt. Es bestand der Verdacht, dass der 17-jährige mit der Tat Szenen eines militärischen Manövers nachgespielt hatte. Der Richter stellte eine besondere Schwere der Schuld fest. Trotzdem durfte der Henstedt-Ulzburger die Strafe auf Bewährung und damit auf freiem Fuß verbüßen.

Der Fall sollte gestern vor der Ersten Jugendkammer des Landgerichts verhandelt werden. Verteidiger Henry Brendel aus Rellingen erschien. Doch sein Mandant blieb fern. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde die Berufung daraufhin ohne Hauptverhandlung verworfen.

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