Fußball : Seestermühe muss zittern

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Die große Chance, den Sprung in die Bezirksliga schon am zweiten Spieltag der Aufstiegsrunde der Kreisliga-Vizemeister perfekt zu machen, haben die 1. Herren des TSV Seestermüher Marsch nicht genutzt. Stattdessen verloren die Seestermüher am Mittwochabend mit 0:2 gegen den SC Sternschanze II und müssen nun wieder um den Aufstieg zittern.

shz.de von
28. Mai 2015, 17:08 Uhr

Die Partie auf neutralem Geläuf sollte an der Blankeneser Simrockstraße eigentlich auf Rasen stattfinden. Weil der Platzwart keine Lust hatte, den Rasenplatz zu kreiden, wurde auf Kunstrasen gespielt. Dies kam der Sternschanze-Reserve entgegen, bestreitet sie doch ihre Heimspiele auch auf Kunstrasen. Und so nahmen die Hamburger das Heft des Handelns gleich in die Hand.

Erst in der 21. Minute gab Marco Schmidt nach einem langen, hohen Pass, dem an diesem Tage einzigen Stilmittel der Seestermüher, den ersten Torschuss seines Teams ab, zielte aber von halbrechts aus am langen Pfosten vorbei. Drei Minuten später ging Sternschanze II in Führung. Christian Moriße spielte den Ball von rechts aus scharf an TSV-Torwart Malte Luitjens vorbei in die Mitte, wo ihn der Seestermüher Jan-Ole Themm ins eigene Tor lenkte.

Die Seestermüher fanden auch danach kein Mittel. Mathias Correia de Almeida gab zumindest den zweiten TSV-Torschuss ab, der nach einem schnell ausgeführten Freistoß aber noch entscheidend abgeblockt wurde (30.). Auf der Gegenseite lenkte Luitjens einen Fernschuss soeben noch über die Latte (36.). Unmittelbar, bevor die zweite Halbzeit begann, brannten einige mitgereiste SCS-Anhänger, die zwischen den beiden Kunstrasenplätzen standen, ein bengalisches Feuer ab ‒ bleibt zu hoffen, dass die Plätze dabei keinen Schaden nahmen. Dieser Aktion ließen die Schanzen-Kicker ein kleines fußballerisches Feuerwerk folgen und drängten auf das 2:0. Die Seestermüher waren im Glück, als der Pfosten für Luitjens, der bei Morißes Lupfer schon geschlagen war, rettete (50.). Dass TSV-Trainer Andreas Hermeling in der Pause seine Abteilung Attacke neu ausgerichtet hatte (für Lars Männle und Marco Schmidt kamen Hendrik Mühlenkamp sowie Metin Tefci), blieb wirkungslos. Correia de Almeida köpfte nach einer Linksflanke von Andre Hinz am langen Pfosten vorbei (57.), sein nächster Kopfball nach einem Freistoß wurde sichere Beute von SCS-Keeper Daniel Lehmann (63.).

Weitere Chancen für Seestermühe waren Fehlanzeige und TSV-Obmann Klaus Kimpel gab zu: „Wir haben absolut verdient verloren. denn das war eines unserer schlechtesten Saisonspiele, wenn nicht sogar das schlechteste!“ Nach einer Aktion durch die Mitte gelang Jan Gunnar Saunier noch der 2:0-Endsand (87.), so dass nun alle vier Teams jeweils drei Punkte aufweisen

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