Baupläne : Seester bekommt Begegnungsstätte

An dem geplanten Bau der neuen Begegnungsstätte in Seester neben der Feuerwache beteiligen sich Land, Bund und Europäische Union über die AktivRegion Pinneberger Marsch und Geest mit 150000 Euro. Das Geld stammt aus dem sogenannten Grundbudget der AktivRegion und ist eine der letzten Maßnahmen, die vor Ablauf dieser Förderperiode Ende des Jahres noch bezuschusst werden.

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21. November 2013, 17:35 Uhr

Die Geschichte des Baus, mit dessen Erstellung nach der Ausschreibung möglichst im kommenden Frühjahr begonnen werden soll, ist eine schwierige, geprägt von einem heftigen Streit, der schließlich in einen Bürgerentscheid mündete. Auch das war Thema bei der Übergabe des offiziellen Zuwendungsbescheides in dieser Woche. Der Anbau an die Feuerwache soll die bisherigen Gemeinderäume ersetzen, die Fachleute wegen ihres desolaten Zustandes als nicht mehr sanierungsfähig erachten. Für Bürgermeister Claus Hell und seine Fraktionskollegen von der CDU war ein Neubau die einzige Alternative, weil mittel- und langfristig für die Gemeinde am wirtschaftlichsten. Mit einer hauchdünnen Mehrheit von nur einer Stimme setzten sie das Projekt im Gemeinderat gegen SPD und Wählergemeinschaft durch.

Für die Gegner, zumeist Verfechter einer (ebenfalls dringend notwendigen) Sanierung des Kirchsaales, war damit aber keineswegs das letzte Wort gesprochen. Sie setzten vor einem Jahr einen Bürgerentscheid durch, unterlagen allerdings.

Nun steht dem ursprünglichen Plan also nichts mehr im Weg, und erste Arbeiten auf dem Gelände neben der Feuerwache gab es bereits. „Wir haben ein Fundament aus Sand mit einer besonderen Körnung aufgeschüttet“, sagte Claus Hell. Die Platte wurde verdichtet und soll sich nun setzen, bevor darauf im kommenden Jahr das Dorfgemeinschaftshaus mit Bürgermeisterzimmer, Küche und sanitären Anlagen errichtet wird.

Geschätzte 565000 Euro wird der Spaß die bislang schuldenfreie Gemeinde kosten. Dafür wird sie einen zinsgünstigen Kredit aus Mitteln der KfW aufnehmen. Das Holzständerbauwerk wird wie die Feuerwache verklinkert und mit Gas beheizt. Der Giebel soll ebenfalls wie beim bereits bestehenden Gebäude verbrettert werden. Für zusätzlichen Schmuck sorgt der grünweiße Anstrich.

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