Fußball : Sechs neue Mini-Weltmeister

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„Ihr könnt doch gar nicht Weltmeister geworden sein – ihr seid doch schon ausgeschieden!“ Diesen Spruch, der natürlich humorvoll gemeint war, bekam die 1. E-Jugend des Hetlinger MTV zu hören, als sie am Sonntagnachmittag beim „16. UeNa-CUP 2014“ mit einem Final-Erfolg im Elfmeterschießen (eigentlich keine Spezialität der Engländer) das Turnier der alten E-Junioren (Jahrgang 2003) gewonnen hatte. Aber die Hetlinger leisten, anders als die „echten“ Engländer, eine sehr gute Jugend-Arbeit.

shz.de von
29. Juni 2014, 21:37 Uhr

Der besagte Verweis auf die bei der „echten“ Weltmeisterschaft bereits gescheiterten Engländer war nur einer von vielen Vergleichen, die von allen Beteiligten zwischen der Mini-Weltmeisterschaft, die am Sonnabend und Sonntag auf den Sportplätzen des TSV Uetersen und Heidgrabener SV ausgetragen wurde, sowie der „echten“ WM, die zurzeit in Brasilien stattfindet, gezogen wurde. Der Grund dafür: Die Junioren-Teams traten als „Nationalmannschaft“ des Landes, das ihnen am 9. Mai bei der Länder-Auslosung zugeteilt worden war, an.

Auf ihrer Suche nach dem schnellen Arjen Robben in den Teams, die als „Niederlande“ spielten, wurden die Zuschauer oftmals ebenso fündig wie nach dem treffsicheren Thomas Müller in den „Deutschen“ Mannschaften. „Das fußballerische Niveau war hoch und der Spaß ist nie zu kurz gekommen“, war das einhellige Urteil vieler Übungsleiter. Björn Spriestersbach, Coach der 1. F-Jugend des Moorreger SV, war deshalb auch mit dem 15. Platz, den sein Team bei den alten F-Junioren belegte, „zufrieden“ und berichtete: „Den Beginn haben wir verschlafen, aber die letzten Spiele haben wir dafür gewonnen – und alle Spieler hatten ihren Spaß!“

Überhaupt stand die Freude am Fußball bei allen Beteiligten im Vordergrund, auch wenn es einige Eltern und Trainer mit dem Ehrgeiz (und ihren Sprüchen vom Spielfeldrand) übertrieben. Natürlich wollten alle gewinnen – aus dem UeNa-Gebiet kam am Sonnabend die 2. F-Jugend des FC Union Tornesch dem „WM-Titel“ am nächsten: Als „Frankreich“ unterlag sie bei der jungen F-Jugend erst im Finale den „Argentiniern“ vom Wedeler TSV – diese Paarung wäre auch bei der „echten“ WM ein würdiges Endspiel.

Guido Krenzk, der lange in Moorrege lebte, wurde als Trainer der 7. F-Jugend des SC Victoria Hamburg WM-Dritter. Damian van der Vaart, Sohn von HSV-Profi Rafael van der Vaart, war dabei nicht im Kader von „Vicky“. Anders als die Spieler der älteren E-Junioren, die altersbedingt letztmals beim „UeNa-CUP“ mitwirken durften, könnte van der Vaart junior aber im nächsten Sommer in Uetersen dabei sein, wenn die 17. Auflage des „UeNa-CUPS“ steigt ...

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