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Uetersener Nachrichten

22. September 2017 | 08:34 Uhr

Verwaltungsgemeinschaft : Schwierige Verhandlungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Langsam kommen die Verhandlungen über die Fortsetzung der Verwaltungsgemeinschaft zwischen der Stadt Uetersen und dem Amt Haseldorf voran. In Gesprächen müssen derzeit Fragen geklärt und Positionen abgeklopft werden. Zusätzlich erschwert die Situation, dass bei den drei H-Dörfer in einigen Punkten Uneinigkeit herrscht.

shz.de von
erstellt am 04.Jun.2015 | 18:18 Uhr

Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) berichtete während der Haselauer Gemeindevertretersitzung von den aktuellen Gesprächen. In seiner Funktion als Amtsvorsteher ist er Verhandlungsführer. Uetersen habe die Kosten für eine Fortführung benannt, so Herrmann, und in einem Gespräch mit der Leitenden Verwaltungsbeamtin Andrea Voß seien Fragen besprochen worden.

„In einigen Fragen liegen die amtsangehörigen Gemeinden leider noch inhaltlich auseinander“, machte er dann Differenzen auf der Marschseite öffentlich. Auf Nachfrage des SPD-Gemeindevertreters Rudolf Zilles, wer mit wem uneins sei, antwortete Herrmann: „Das sind Haselau und Hetlingen, die nicht mit Haseldorf übereinstimmen.“

Gegen diese Sicht wendet sich auf UeNa-Anfrage der Haseldorfer Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU): „Es herrscht Einigkeit.“ Man habe gemeinsam Bedingungen formuliert. Nun warte man auf Antworten, so das Gemeindeoberhaupt, das im Frühjahr 2014 die Diskussion mit der Forderung losgetreten hatte, die Verwaltungsgemeinschaft zu kündigen. Die Hetlinger Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) kann kein Problem in den Meinungsverschiedenheiten im Amt Haseldorf erkennen. „Wir verhandeln, um eine gemeinsamen Positionen zu finden“, sagt sie. Verständnis hat sie für den Haseldorfer Bürgermeister, denn „für Hetlingen und Haselau ist die Situation entspannter.“ Monika Riekhof stellt klar: „Ich kann mich über die Uetersener Verwaltung nicht beschweren.“

Für den ersten stellvertretenden Bürgermeister aus Haseldorf, Boris Steuer (SPD, müsse die Einheit der drei Dörfer unbedingt erhalten bleiben. Das Ausscheren einer Kommune wäre für ihn fatal.

Die Finanzen stehen für den ersten stellvertretenden Bürgermeister Hetlingens im Mittelpunkt. „Wir haben vor zehn Jahren einen politischen Preis bekommen“, blickt Michael Rahn (FW), auf die Offerte des damaligen Bürgermeisters Wolfgang Wiech zurück, mit der er die Stadt Tornesch und das Amt Moorrege ausstach. Auch angesichts der eigenen schwierigen Finanzsituation möchte Uetersen nun mehr Geld. „Die Verhandlungen gestalten sich schwierig“, resümiert Rahn.

Nach UeNa-Informationen wollen die Marschdörfer in den Verhandlungen mehr Verwaltungsleistung erreichen, etwa in den Bereichen Amtsbauhof, Stadtplanung, Hoch- und Tiefbau. Auch das treibt den Preis in die Höhe. Im Gespräch soll eine hohe fünfstellige Summe sein. Derzeit zahlt das Amt 385000 Euro jährlich an die Stadt.

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