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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 10:16 Uhr

Fußball : Schwertfeger auf Dohrs Spuren

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dass der FC St. Pauli III am Sonntag bei den 1. Herren des FC Union Tornesch deutlich mit 1:7 verloren hatte, machte Christian Sommer zu schaffen. „Ich hatte befürchtet, dass St. Pauli mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch antreten könnte“, sagte Sommer, dessen 2. Männer des TSV Uetersen die 3. Mannschaft des Kiez-Klubs am Dienstagabend zum Bezirksliga-Nachholspiel erwarteten. Doch diese Sorgen erwiesen sich als unbegründet, denn am Ende gewann auch die TSV-Reserve klar.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 16:23 Uhr

Beim 6:0-Kantersieg wandelte Jon Schwertfeger auf den Spuren von Björn Dohrn: Hatte der FCU-Stürmer am Sonntag sechsmal selbst getroffen und das siebte Tornescher Tor vorbereitet, netzte Schwertfeger gute 52 Stunden später immerhin fünfmal selbst ein und leistete zum sechsten TSV-Tor die Vorarbeit. „In der Kreisliga habe ich einst auch fünfmal getroffen ‒ aber in der Bezirksliga ist das noch höher einzustufen“, lobte Sommer, der Schwertfeger eine „Weltklasse-Form“ attestierte.

Auf dem Grandplatz an der Jahnstraße, der sehr hart war, setzten die Uetersener das von ihrem Coach geforderte Pressing perfekt um. „Wir haben den Gegner von der ersten bis zur letzten Minute immer wieder attackiert“, so Sommer, der deshalb „fast keine Kritikpunkte“ fand. Bereits in der dritten Minute gingen die Hausherren in Führung: Als Nils-Marvin Schwarz von einem Gäste-Verteidiger plump umgesäbelt worden war, verwandelte Schwertfeger den fälligen Elfmeter zum 1:0. Kurz darauf krachte ein Fernschuss der St. Paulianer ans Lattenkreuz. Drei weitere Versuche der Gäste aus der Distanz wehrte André Huppertz, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder das TSV-Tor hüten konnte, sicher ab. Nach einer halben Stunde baute die Heim-Elf ihre Führung aus: Bei einem Rückpass rutschte der Gäste-Keeper weg, so dass Schwertfeger nur noch an ihm vorbeiziehen und zum 2:0 einschieben musste (30.). Dann machte Schwertfeger nach einem schönen Pass von David Grabke durch die Schnittstelle der St. Pauli-Abwehr mit dem 3:0-Pausenstand seinen lupenreinen Hattrick perfekt (44.).

Im zweiten Durchgang spielten die Rosenstädter weiter konzentriert und einen Querpass von Schwerfeger nutzte Maurice Rene Öhlers zum 4:0 (62.). Als Schwertfeger in der 70. Minute frei durch war und vom St. Pauli-Torwart gefoult wurde, konnte dieser froh sein, „nur“ die Gelb-Rote Karte und nicht glatt „Rot“ zu sehen. Gegen den Feldspieler, der fortan das Gäste-Gehäuse hütete, verwandelte Schwertfeger den zweiten Strafstoß zum 5:0 (72.) und stellte nach einem Pass von Torben Rathlau auch den 6:0-Endstand her (78.). „Wir hätten sogar noch höher gewinnen können“, sagte Sommer abschließend.

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