Handball : Schwach in der Abwehr

In der Hallenzeitung zum Heimspiel gegen die 1. Männer des TuS Esingen hatte Tim Aldenhövel, Co-Trainer der TuS Aumühle-Wohltorf, angekündigt: „Es wird wohl das schnellste Hamburg-Liga-Spiel in dieser Saison werden!“ Nach einem gemächlichen Beginn (erst nach zwei Minuten und 42 Sekunden fiel mit dem 1:0 für Aumühle das erste Tor) schien sich Aldenhövels Prognose am Sonnabend zu bewahrheiten: Von der dritten bis zur zehnten Minute wogte die Partie hin und her, bei wechselnden Führungen konnte sich bis zum 6:6 kein Team absetzen.

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24. November 2013, 17:36 Uhr

Dann leisteten sich die Esinger in der Sporthalle an der Ernst-Anton-Straße jedoch einige technische Fehler im Angriff, wodurch die Hausherren schnell in Ballbesitz und zu einfachen Toren kamen. Nach vier Aumühler Treffern in Folge nahm der Esinger Coach Jan-Henning Himborn beim Stand von 10:6 seine Auszeit (13.) und sprach das Abwehrverhalten in der Rückwärtsbewegung sowie die zu körperlose Abwehr an.

Als sich die Gäste kurz darauf den Ball erkämpft hatten, wurde Daniel Günter, als er den Ball prellend an der Trainerbank vorbei lief, von Jan-Henning Himborn noch einmal auf das immer noch nicht funktionierende Abwehrverhalten hingewiesen. Dabei achtete Günter nicht darauf, was sein Gegenspieler machte, ließ sich den Ball abnehmen und die Aumühler erhöhten auf 12:7. Auch, dass nun Daniel Abel anstelle von Nils-Oliver Himborn am Kreis rackerte, brachte keine Besserung in der Abwehr: Zur Pause stand ein 19:14 auf der Anzeigetafel. Beim Gang in die Kabine war klar, dass die Tornescher nur mit einer körperbetonteren und aggressiveren Abwehr noch etwas vom Rand des Sachsenwalds mitnehmen können.

Tatsächlich kamen die Gäste gut aus der Pause und holten auf (19:16/33.), kassierten dann aber innerhalb von vier Minuten gleich zwei Zeitstrafen. In Überzahl trugen die Hausherren ihre Spielzüge weiter zielstrebig sowie mit hohem Tempo vor und zogen auf 24:17 davon, ehe Himborns Team wieder komplett war. In der letzten Viertelstunde, nachdem es 29:21 für Aumühle stand, probierten es die Esinger, da der zuletzt so treffsichere Tobias Bombe nun im Rückraum nicht seinen besten Tag erwischt hatte, mit zwei Kreisläufern.

Doch auch mit dieser taktischen Ausrichtung war es den Esingern nicht mehr möglich, ihren Rückstand noch merklich zu verkürzen. Am Ende feierten die Aumühler einen verdienten 34:28-Sieg und zeigten, dass sie zurzeit zurecht auf dem zweiten Platz liegen. Die Esinger können mit ihrer Torausbeute zufrieden sein, nicht aber mit ihrem Abwehrverhalten, weil sie die Aumühler einfach zu selten attackierten.

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