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Uetersener Nachrichten

20. September 2017 | 15:01 Uhr

Beschluss vertagt : Schulische Assistenz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Landesregierung will als neue schulische Unterstützungsstruktur mit Beginn des neuen Schuljahres eine sogenannte Schulische Assistenz, die neben der Schulsozialarbeit, der Schulbegleitung und der Sonderpädagogik arbeiten und im Schwerpunkt inklusiv beschulte Kinder im Schulalltag und im Unterricht unterstützen soll, an den Grundschulen einführen.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2015 | 20:02 Uhr

Mit den drei Optionen, die das Land den Schulträgern offenhält, um an den Grundschulen die Schulische Assistenz zu etablieren, beschäftigten sich die Mitglieder des Heidgrabener Bildungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung. Zu einem Ergebnis kamen sie trotz intensiven Meinungsaustausches allerdings nicht. Die Entscheidung soll nun am Montag, 29. Juni, die Gemeindevertretung (GV) treffen. Denn bis zum 30. Juni müsste an das Kreisschulamt übermittelt werden, ob die Gemeinde die Schulische Assistenz einstellt und vom Land eine Kostenerstattung von bis zu 125 Euro pro Grundschüler (Stichtag: 19. September 2014) erhält oder ob die Kraft über das Kreisschulamt eingestellt wird. Die Option II, dass die Gemeinde sich über einen freien Träger eine Kraft für die Schulische Assistenz holt, lehnten die Politiker ab. Doch auch bei den Optionen I und III stellten die SPD und CDU-Politiker zu viele Unsicherheiten und offene Fragen fest.

Denn an dem für die Bezuschussung vom Land festgelegten Stichtag hatte die Heidgrabener Schule 100 Kinder. Für diese Kinderzahl würde die Gemeinde für fünf Jahre festgeschrieben pro Kind bis zu 125 Euro im Jahr für die Schulische Assistenz erhalten. Im kommenden Schuljahr besuchen die Grundschule jedoch bereits 124 Kinder. Der Gemeinde würde also bereits von Anfang an Geld fehlen. Darauf wiesen sowohl Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD) als auch die CDU-Politiker Bettina Homeyer und Egbert Hagen kritisch hin.

Mit dem Geld des Landes könnte die Gemeinde für acht Stunden in der Woche die Schulische Assistenz einsetzen. Erfolgt die Einstellung der pädagogischen Kraft, die von der Gemeinde vorgeschlagen werden kann, über das Kreisschulamt, würde diese Kraft nicht nur der Heidgrabener Grundschule zur Verfügung stehen. Im Krankheits- oder Urlaubsfall würde der Kreis allerdings für Vertretung sorgen müssen.

Bürgermeister Udo Tesch und auch die Ausschuss-Vorsitzende Andrea Becker (beide SPD) plädierten dafür, die Einstellung und damit auch Verantwortung bei der Gemeinde zu belassen. „Es geht um unsere Kinder vor Ort und wir reden von acht Wochenstunden und etwa 600 Euro, die wir bezuschussen müssten“, so Andrea Becker. Egbert Hagen (CDU) forderte bis zur Gemeinderatssitzung am 29. Juni die Klärung folgender Fragen: Bleibt es bei dem festgelegten Stichtag für die Schülerzahl, für die das Land Geld zahlt? Werden 125 Euro in der gesamten Laufzeit bezahlt? Welche Möglichkeiten gibt es, aus den Optionen I und III auszusteigen?

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