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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 10:33 Uhr

CDU : Schule vor Ort stärken

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wofür steht die CDU in der Bildungspolitik? Die Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier und Dr. Michael von Abercron haben ihre Positionen am Dienstag in Uetersen abgesteckt. Sie sprachen im „Uetersener Hof“ vor 30 Zuhörern über die Frage „Wie machen wir Schule ohne Ärger?“. „In die Schullandschaft einzugreifen, das führt zu Ärger“, sagte Ostmeier. Die SPD wolle das Abitur nach acht Jahren (G8) flächendeckend einführen. „Wir nicht“, betonte Ostmeier. Im Vergleich zu G9 hält sie die verkürzte Schulzeit zwar für das bessere Modell. „G8 ist bundes- und europaweit der Standard, daran werden sich unsere Schüler messen müssen“, sagte sie. Aber die CDU respektiere, dass landesweit 16 Schulen zu G9 zurückgekehrt seien.

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erstellt am 28.Mär.2012 | 21:11 Uhr

Die SPD bevorzuge G8 nur aus einem Grund. Wenn Eltern die Wahl haben, würden viele ihre Kinder lieber an ein G9-Gymnasium als an eine Gemeinschaftsschule geben. „Die SPD braucht G8, um ihre Gemeinschaftsschulen zu schützen, aber den Schülern und Eltern bringt es überhaupt nichts“, sagte Ostmeier.

Dieselbe Haltung vertrat sie bei dem Vergleich von Regional- und Gemeinschaftsschulen. Die SPD wolle beide zusammenführen, die CDU nicht. Ostmeier räumte zwar ein: „Beide Schulen werden auf Dauer zusammenwachsen, vor allem im ländlichen Raum.“ Grund sei der zu erwartende Rückgang der Schülerzahl um 50000 bis zum Jahr 2020, infolgedessen auch Lehrerstellen abzubauen seien. Aber: „Bei uns bleibt die Schulform unangetastet.“ Im Vordergrund stehen für Ostmeier und von Abercron die Inhalte. Sie streben eine bundesweite Einheitlichkeit der Schulen an, aber nicht auf struktureller, sondern auf inhaltlicher Ebene. „Wichtig ist, dass Abschlüsse vergleichbar sind, aber nicht, in welcher Form der Unterricht vor Ort erfolgen soll“, so Ostmeier. Diese Frage sollten Lehrer, Schüler und Eltern in Eigenverantwortung beantworten. „Je mehr Mitbestimmung ich an die Schulen vor Ort gebe, umso unabhängiger werde ich von politischen Mehrheiten“, sagte sie.

Von den Herausforderungen des Schulalltags berichtete Wolfgang Balasus, Leiter der Rosenstadtschule in Uetersen. Das Land gebe ihm für die Offene Ganztagsschule mit wöchentlich zwölf Unterrichtsstunden bloß zwei Lehrerstunden. „Ich muss am Vormittag kürzen, um nachmittags den Förderunterricht zu bewerkstelligen“, sagte er. Von Abercron staunte: „Das ist zuwenig“, gab er zu. Die CDU strebe aus solchen Gründen an, dass auch der Bund künftig die Bildung mitfinanzieren könne.

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