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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 08:34 Uhr

REGMO : Schule strebt zu neuen Ufern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine ganze Reihe von guten Nachrichten gibt es aus der Regionalschule Moorrege zu vermelden. So ist die Spitze der Bildungseinrichtung wieder komplett. Simone Lykowski wurde neue stellvertretende Schulleiterin. Sie füllt die Lücke, die durch den Weggang von Maren Schramm im Sommer 2012 entstanden war.

Neben der Schulleiterin Karen Frers und ihrer Stellvertreterin bilden Tobias Führmann (Koordinator Orientierungsstufe) sowie Patrick Looft (Koordinator Schulorganisation) das Leitungsteam.

Zudem kann die Rektorin von 82 Fünftklässlern berichten, die eingeschult worden sind. Das ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber 2012. Die Regionalschule kehrt damit auf das Niveau der vorherigen Jahre zurück. 505 Mädchen und Jungen werden jetzt in Moorrege unterrichtet, so Karen Frers. Im vergangenen Jahr hatte man die 500-Schüler-Grenze nach langer Zeit wieder einmal durchstoßen können.

Die Zeiten sind vorbei, da die weitaus meisten Schüler aus den vier, das Schulzentrum tragenden Kommunen Moorrege, Heist, Haseldorf und Haselau kamen. Heute ist es nur noch rund die Hälfte. Einige Schüler kommen aus Appen, Holm, Hetlingen und Wedel, berichtet die Rektorin. Wenige Tornescher, Uetersener und Pinneberger sind unter den RegMo-Schülern.

2009 war aus dem Schulzentrum eine Regionalschule gemacht worden. Auslöser war eine Schulgesetzsänderung der Großen Koalition in Kiel. Voraussichtlich im Sommer 2014 steht die nächste Veränderung an. Die Kieler Regierung will aus Regional- Gemeinschaftsschulen machen.

„Wenig aufgeregt“ so die Schulleiterin, werde an den Veränderungen gearbeitet. Die Schule schaffe ein neues Konzept. In der fünften und sechsten Klasse würden Haupt- und Realschüler sowieso schon zusammen unterrichtet. In Moorrege sei immer aufs Klassenlehrerprinzip gesetzt worden. Das laufe erfolgreich und biete sich als Basis der Veränderungen an. „Wichtig sind die festen pädagogischen Verabredungen“, sagt Karen Frers.

Kurz vor der Kommunalwahl hatte die Schulkonferenz – in ihr arbeiten Lehrer, Eltern und Schüler – mit einem Antrag die Schaffung einer offenen Ganztagsschule gefordert. Dem mochten sich die Politiker der Schulverbandsversammlung nicht verschließen. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. „Die AG trifft sich und arbeitet kontinuierlich“, erklärt Karen Frers. Sie geht davon aus, dass die offene Ganztagsschule ebenfalls zum Sommer 2014 geschaffen werden kann. „Wir beginnen erst einmal im kleinen Rahmen“, so die Pädagogin. Größere Veränderungen, wie eine Mittagsverpflegung, könnten wohl nicht von heute auf morgen umgesetzt werden.

Engagement und Organisationstalent

So neu ist Simone Lykowski an der Regionalschule nicht. Die stellvertretende Schulleiterin unterrichtet bereits seit sechseinhalb Jahren in Moorrege. Geboren in Dorsten, studiert sie in Heidelberg, Kiel und England. Das Referendariat absolvierte die Pädagogin in Schleswig-Holstein.

Ihre Fächer sind Mathematik, Physik, Englisch und Philosophie. Die Moorreger Schüler kennen sie vor allem als Physik-Lehrerin. Sie wohnt mit ihrer Familie in Hamburg-Rissen. Beworben hat sich Simone Lykowski auf den Posten der stellvertretenden Rektorin, weil „Moorrege eine tolle Schule ist“. Zudem konnte sie sich „gut vorstellen, in diesem Leitungsteam zu arbeiten.“

Über die Bewerbung befunden wurde im Kieler Bildungsministerium, wobei die Moorreger Rektorin Karen Frers gehört worden ist. Gepunktet hat Simone Lykowski bei ihr mit „ihrem Engagement und der Fähigkeit zur Organisation“.

So hatte sich die Lehrerin dafür eingesetzt, dass Moorrege zur „Stützpunktschule für den Transfer Wissenschaft Schule“ wird. Davon gibt es nur zehn im gesamten Land. „Wissenschaftler kommen in die Schule und bieten Fortbildungen an“, erklärt Simone Lykowski.

Dabei gehe es nicht nur um fachliches Wissen, sondern auch um Unterrichtsdidaktik. Lehrer aus dem gesamten Kreis Pinneberg kommen nach Moorrege, um diese Angebote zu nutzen. Auf diese Weise bilden sich die Pädagogen nicht nur fort. Sie können auch noch Netzwerke bilden.

Auf Initiative von Simone Lykowski hat sich die Regionalschule auch an der „Jugend-Olympiade für Naturwissenschaften“ beteiligt. Und demnächst wird von ihr der Wahlpflichtkursus „Roberta“ angeboten. Es sollen Roboter gebaut werden. „Begabte brauchen besondere Herausforderungen“, erklärt sie. Mit diesen Angeboten könnten Schüler gefördert werden.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 19:28 Uhr

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