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Abschiedsfeiern : Schule, altes Haus, siehst anders aus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bewegende Momente: 111 Kinder haben gestern in Tornesch die Grundschule verlassen. Den Abschied von der Fritz-Reuter- und der Johannes-Schwennesen-Schule feierten sie ganz unterschiedlich, einmal mit wenigen, einmal mit vielen Eltern, da sportlich, dort kreativ.

Johannes-Schwennesen-Schule:Zum Schluss noch etwas zum Nachdenken Tornesch (cel). Es gibt Augenblicke, in denen sind sogar die abgeklärtesten Viertklässler ganz still. Vor Rührung und in diesem Fall wohl auch Wehmut: Zum Abschied haben die großen Esinger Grundschüler von ihren Patenkindern jeweils eine selbst gebastelte und eigenhändig liebevoll gefüllte Schultüte bekommen.

Ein Dankeschön für Begleitung, Hilfestellung und vielleicht auch den einen oder anderen guten Tipp, die den Jüngsten der Johannes-Schwennesen-Schule das erste Jahr erleichtert haben. Diese Geste und auch die Tränen, die dabei flossen, waren wie ein Symbol für eine funktionierende Schulgemeinschaft und die warme Atmosphäre, in der die Viertklässler ihre letzten Stunden an ihrer Schule verbrachten.

Für Schulleiterin Maria Leipold und ihr Kollegium, allen voran die Klassenlehrerinnen Susanne Muxfeldt (4a) und Ruth Lehmann (4b), dürfte es eine etwas andere Verabschiedung gewesen sein, denn durch den Weggang der 51 Kinder wird sich einiges verändern. Neue Streitschlichter müssen ausgebildet, der Vorstand des Fördervereins nach den Ferien fast komplett neu besetzt werden.

So waren die Abschiedsworte von Maria Leipold denn auch durchaus nachdenklich. Die neun Streitschlichter seien starke Kinder, das hätten sie im Laufe ihrer Tätigkeit immer wieder bewiesen. „Ich hoffe, dass auch alle anderen so stark sind, dass sie sich als Kleine an ihrer neuen Schule nicht wegducken werden, dass sie ihre Meinung nicht verschweigen und ehrlich sind“, sagte sie.

Nachdrücklich forderte Maria Leipold alle Kinder zu Zivilcourage auf, dazu, für andere einzutreten, andere zu schützen und sich selber nicht immer in den Vordergrund zu stellen. Noch einmal durften die ältesten Schüler in der Turnhalle zusammen mit den jüngeren Mitschülern und ihren Eltern die Gemeinschaft intensiv erleben und sich präsentieren, um so eine Erinnerung zurückzulassen. Sie sorgten musikalisch für den Auftakt und den Abspann, dazwischen erlebten alle gemeinsam ein buntes Programm aus Tanz und Musik, Ehrungen und kurzen Reden. Ein wunderbarer Abschluss, der Kinder wie Erwachsene erfüllt in die Ferien starten ließ.

Fritz-Reuter-Schule: Sportlich, lässig, poetisch: Abschied mit viel Schwung Tornesch (jhf). Fetzig, schnell und lässig haben 60 Jungen und Mädchen gestern Abschied von der Fritz-Reuter-Schule genommen. Die Viertklässler führten in der Turnhalle ihren Mitschülern und Lehrern ein sportliches und poetisches Programm vor, das sich auch einige Eltern anschauten.

Einen Rap trug die Klasse 4a vor. Sie hatten das Gedicht „In dieser Minute“ von Eva Rechlin und Martin Czarnowski umgeschrieben. „Wir gehen nun in fünfte Klassen, drum müssen wir euch heut’ verlassen“, schmetterten die Schüler von Angelika Pahlke im Refrain. Paarweise ratterten sie rhythmisch und cool die Strophen herunter. Musiklehrer Christoph Göritz spielte dazu Keybord und sang.

Zu fetziger Tanzmusik kreisten einige Jungs der Klasse 4b auf Waveboards durch die Halle. Fünf Mitschüler mit Krawatten und Turnschuhen führten einen lässigen Breakdance vor. Ihre Lehrerin Alexandra Mecke hatte vor einem halben Jahr ein Baby bekommen. Seitdem leitete Heike Dreeßen die Klasse.

Eine ebenso sportliche Choreografie hatte die Klasse 4c von Joachim Lemke einstudiert. Die Kinder tanzten zu lauten Rhythmen. Timo führte Tricks mit sogenannten Devilsticks vor. Leiterin Gudrun Rechter fasste sich kurz: „Ich wünsche euch nette Lehrer, verständnisvolle Eltern. Wir werden euch vermissen“, sagte sie. Die Kinder werden an die Klaus-Groth-Schule Tornesch, die Rosenstadtschule Uetersen und das Ludwig-Meyn-Gymnasium wechseln.

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erstellt am 22.Jun.2012 | 23:50 Uhr

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