zur Navigation springen

Ratsversammlung : Schüler wollen einen Beach-Club in Glinde

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein Beach-Club im Freibad Oberglinde – das wäre cool, finden die Schüler der Klasse 10a der Rosenstadtschule. Sie träumen aber nicht nur von Partys im Sonnenuntergang. Ausführlich haben sie in der Ratsversammlung das Für und Wider solch eines Projekts abgewogen. Und das Gremium fasste den einstimmigen Beschluss: Die Verwaltung soll per öffentlicher Ausschreibung einen Betreiber suchen.

Allerdings ist dieser Beschluss nicht gültig. Er wurde zwar im Uetersener Ratssaal gefasst. Aber die Ratsversammlung bestand nicht aus CDU, SPD, FDP und Bürgern für Bürger (BfB), sondern aus den Fraktionen Blau, Gelb, Rosa und dem Jugendforum. Die Redeführer hießen auch nicht Feuerschütz, Struve, Maßow und Witt, sondern Laura Schuberth (Blau), Marie-Jo Riedel (Gelb), Pascal Büchner (Rosa) und Alicia Schmahl (Jugendforum). Im traditionellen Planspiel Kommunalpolitik hat die Klasse 10a Ratsversammlung gespielt.

Vanessa Wulff, Auszubildende bei der Stadt, hatte ihnen eine fiktive Tagesordnung zusammengestellt. Die echten Politiker Michael Reibe (CDU), Traute Zocholl, Gabriele Petersen (beide aus dem Seniorenbeirat) und Henrik Häder (BfB) wiesen die Schüler in die Regularien ein. Und schon startete der politische Disput.

Allerdings waren sich die politischen Kontrahenten schnell einig: Wir wollen das Ding. „Das ist ein guter Anlaufpunkt für Jugendliche und Familien, denn in der Umgebung gibt es nicht so viele Freizeitangebote“, sagte Marie-Jo Riedel. Die blaue Fraktion hat schon ein Bild vor Augen: Neben dem Kiosk auf der Liegewiese soll Sand aufgeschüttet werden“, so Laura Schuberth. Dazu kommen Palmen, eine Theke und Sitzgelegenheiten. Natürlich soll Alkohol ausgeschenkt werden. Minderjährige erhalten eine Karte mit Ankreuzfeldern, um den Konsum zu begrenzen.

Das fiktive Bauamt hat die Investitionskosten auf 45000 Euro geschätzt. Die Stadt soll den Betrag vorausstrecken. Durch Eintritte für Beach-Partys soll das Geld wieder zurückgezahlt werden. Die Rosa-Fraktion rechnet mit Einnahmen von jährlich 6000 Euro. Der Betreiber braucht zwar nur eine Pacht von monatlich 300 Euro zu entrichten, muss für den Sicherheitsdienst aber selbst aufkommen. Der Vorteil liegt für Pascal Büchner auf der Hand: „Wir wollen das schön herrichten, damit Jugendliche sich dort treffen und sich nicht in der Stadt sinnlos betrinken.“

zur Startseite

von
erstellt am 26.Mär.2012 | 21:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert