Red Hands Day : Schüler überreichten Ole Schröder 555 „Rote Hände“

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Der Bundestagsabgeordnete Ole Schröder bekam gestern Besuch in der CDU Kreisgeschäftsstelle von sechs Schülerinnen und Schülern des Wedeler Johann-Rist- Gymnasiums. Sie überreichten ihm und seiner Landtagskollegin Barbara Ostmeier einen roten Pappkarton mit 555 Abdrücken roter Hände.

shz.de von
05. Februar 2013, 21:35 Uhr

Anlässlich des „Red Hands Day - Kinder sind keine Soldaten“ hatten die Schüler im Vorfeld Handabdrücke in Schulen, in der Kirche, von professionellen HSV-Spielern und Kreistagsabgeordneten gesammelt. In der ganzen Welt engagieren sich Menschen mit der Aktion „Rote Hand“ gegen den Einsatz von Kindern in Kriegen.

Die gesammelten Handabdrücke, zu denen nun auch die von Ole Schröder gehören, werden von ihm an die Kinderkommission des Bundestages übergeben. Diese überreicht sie an die UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte.

Die engagierte Religionslehrerin Beate Sydow hat das Projekt, an dem sich inzwischen über 20 Schüler beteiligen, vor drei Jahren ins Leben gerufen. Die Schülergruppe hat mit Landtagsabgeordneten in Kiel und Bundesministern in Berlin über die Problematik gesprochen. Im vergangenen Jahr haben sie den Autor und ehemaligen Kindersoldaten Ishmael Beah in Berlin getroffen, dessen autobiografisches Buch „Rückkehr ins Leben“ den Ausschlag für ihr Engagement gegen den Einsatz von Kindersoldaten gegeben hat. Im nächsten Jahr fahren die Schüler nach Straßburg, um die Kriegsgräber deutscher Kindersoldaten des zweiten Weltkriegs zu besuchen. Für die Schüler ist Red Hands nicht nur ein kurzfristiges Projekt. Es ist ein Engagement, das sie geprägt hat. Sie haben sich Gedanken über Waffen und Krieg gemacht und beziehen klar Stellung: „Wir hoffen, etwas zu bewirken. Dass die Länder, in denen Kinder als Soldaten kämpfen, geächtet werden und Leute dafür bestraft werden. Es kann nicht sein, dass Kinder die Probleme der Erwachsenen lösen“, meint die 13-jährige Stine Hönke aus der 8. Klasse.

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