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Heiß : Schüler tanzen, singen, spielen das „Dschungelbuch“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Menschen-, Wolfs- und Affenkinder tanzen eine Choreografie zu der Fußball-Hymne des Pop-Stars Shakira. Laut singen sie: „Waka Waka hey, hey, im Dschungel tobt der Bär.“ Da tänzelt Lucas Dördrechter im flauschigen Fellkostüm als Bär „Baloo“ trippelnd über die Bühne und wiegt zu den heißen Rhythmen die Tatzen – ein Höhepunkt der Aufführung des „Dschungelbuchs“ an der Friedrich-Ebert-Schule in Uetersen.

Vor mehr als 60 Zuschauern zeigte die Theater-AG kürzlich eine poppige Inszenierung des Literaturklassikers von Rudyard Kipling. Leiterin Eilika Plath hatte den alten Stoff als kleines Musical aufbereitet. Die Darsteller aus den Jahrgängen 3 und 4 wechselten zwischen Sprechszenen, Tanz und Gesang.

Dass bei brütender Hitze unter dem Schuldach nicht jeder Einsatz auf Anhieb kam, tat der Spannung keinen Abbruch. Die Zuschauer schwitzten mit und folgten der Geschichte gebannt.

Darin macht nicht die Hitze, sondern der Mensch den Tieren zu schaffen. Leitwolf „Akela“ (Rumeysa Arslan) fordert in der Dschungel-Konferenz, den zweibeinigen Eindringlich zu vertreiben. Doch plötzlich taucht dieser in unerwarteter Gestalt auf – als Menschenbaby „Mogli“ (Silas Strehl).

Die Tiere entwickeln fürsorgliche Gefühle und ziehen ihn auf. Die Darsteller zeigten ganzen Einsatz, nicht nur beim Tanz. Mit einem Kampf trugen Joelina Kaymaz als Panther „Baghera“ und Sandra Brammann als Tiger „Shir Kahn“ einen Streit um das Sorgerecht für „Mogli“ aus.

Lucas Dördrechter bewies komödiantisches Können, als er im Bärenkostüm den Schlager „Probier's mal mit Gemütlichkeit“ als Solo-Einlage darbot.

Flott und modern war die Inszenierung nicht zuletzt dadurch, dass die Kinder bekannte Pop-Songs wie „Heaven“ von Bryan Adams sangen. Plath hatte dazu deutsche Texte geschrieben.

Die Entscheidung über das Ende des Stücks überließ sie den Schülern. In der Disney-Verfilmung kehrt „Mogli“ in das Menschendorf zurück. Bei Kipling hält er es dort nicht lange aus und schließt sich wieder den Tieren an. Die FES-Schüler entschieden sich für das Original und bereiteten den Zuschauern einen vergnüglichen Abend.

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erstellt am 21.Jun.2013 | 21:10 Uhr

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