Schüler gewinnen Comicwettbewerb

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Illustration war Teil eines Projekts im Französischunterricht an der Klaus-Groth-Schule und wird nun in einem Schulbuch veröffentlicht

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03. Januar 2018, 16:11 Uhr

Wie man sich künstlerisch mit der französischen Sprache und den kleinen Unterschieden, die es zwischen Deutschland und seinem Nachbarn gibt, auseinandersetzen kann, haben Schüler der Tornescher Klaus-Groth-Schule gezeigt. Sie haben im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs Comics entworfen. Zwei Tornescher Schüler können sich dabei sogar über den ersten Platz freuen. Ihr Comic wird nun im nächsten Schulbuch des Cornelsen-Verlags zu sehen sein.

Die 17-jährigen Daniel Meyer und Sven Erik Billigmann haben sich mit einem klassischen Missverständnis zwischen Franzosen und Deutschen beschäftigt − dem Frosch im Hals. Denn mit der Redewendung, die hierzulande jedem bekannt ist und die auf einen trockenen Hals oder einen Kloß in demselben hinweist, können die Menschen in dem Nachbarland nichts anfangen. In Frankreich spricht man stattdessen von einer „Katze im Hals“.


Schüler nutzen ein Grafik-Tablet

„Wir haben uns das Missverständnis angeschaut und versucht, es künstlerisch umzusetzen“, erläuterten die beiden Schüler. Außer Skizzen auf Papier haben sie dafür auch ein Grafik-Tablet verwendet − und hatten bei ihrer Arbeit, die deutlich über die Unterrichtszeiten hinaus ging, jede Menge Spaß. Entstanden ist ein DIN A4-Comic, der bundesweit seinesgleichen sucht. Denn der Verlag kürte den Beitrag von Meyer und Billigmann zum Sieger. Jüngst haben Verlagsvertreter eine Urkunde sowie die Gewinne, zwei Gutscheine eines Online-Versandhändlers, persönlich überreicht. Im Gepäck hatten sie zudem eine Nachricht: Der Comic wird im neuen Französischlehrbuch des Verlags veröffentlicht. Somit werden bundesweit tausende Schüler das Werk ihrer Tornescher Kollegen kennenlernen.

Insgesamt hatten an der KGS im vergangenen Schuljahr 33 Schüler an dem Comicwettbewerb teilgenommen, jeweils in Zweier- und Dreierteams. Zur Freude von Französischlehrerin Melanie Borchers. Denn insbesondere in der elften Klasse sei es häufig schwierig, das Interesse an der Sprache bei den Schülern zu erhalten. Denn viele haben nach dem elften Jahrgang keinen Französischunterricht mehr. So seien die Schüler zwar nicht immer sprachbegeistert, aber sehr kreativ, lobte Borchers. Das habe sich auch an den anderen Comics gezeigt, die zum Teil sehr sozialkritisch daher kamen. „Die Schüler haben nicht nur mit Sprache, sondern auch Design und Ideenreichtum gepunktet“, betonte Borchers.

Auch KGS-Leiter Andreas Waldowsky ist von der Arbeit der Schüler begeistert. „Es ist zudem beeindruckend, wie selbstständig sie gearbeitet haben“, sagte er. Waldowsky betonte, dass die Bildgeschichten gut in den Französisch-Unterricht passen würden, da es in dem Land eine lange Comic-Tradition gebe.

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