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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 02:11 Uhr

Wettbewerb : Schüler auf Spurensuche

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Brandaktuell im wahrsten Sinne des Wortes ist ein Schülergeschichtswettbewerb, den der „Förderverein Gegen das Vergessen – Spurensuche im Kreis Pinneberg und Umgebung 1933 bis 1945 e.V.“ jetzt initiiert hat. Schülerinnen und Schüler der weiterbildenden Schulen können hierbei aufdecken, was rechtes Gedankengut, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in unserem Land, unserer Stadt, unserem Dorf oder sogar in unserer Straße schon einmal ausgelöst hat.

Konkrete Geschichte in der Zeit von 1933 bis 1945 aufspüren, das kann für Kinder und Jugendliche eine besonders reizvolle Aufgabe sein, gerade jetzt, wo die Menschen vor Ort immer öfter Männern, Frauen und Kindern aus ganz anderen Kulturen begegnen und Verständnis statt Hass für deren entsetzliche Not aufbringen sollten.

Bei dem Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen im gesamten Kreisgebiet und dessen Nachbarschaft geht es darum, selbst Lebensgeschichten von Opfern und Tätern, die damals in der Nachbarschaft des Heimatortes passiert sind, herauszufinden und auf die interaktive Webseite www.spurensuche-kreis-pinneberg.de zu setzen.

Einsendeschluss ist der 28. November 2015. Und natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen: Die beste Forschung erhält 500 Euro, die zweite 300, die dritte 200 Euro. 30 weitere erhalten einen wertvollen Buchpreis.

Wer teilnehmen möchte, soll sich mit einer E-Mail an info@spurensuche-kreis-pinneberg.de anmelden, dort seine Schule und das Ziel seiner Spurensuche nennen. Das Spurensuche-Team setzt sich dann mit den Geschichts-Detektiven in Verbindung und steht für Fragen zur Verfügung, nennt aber auch Archive, in denen Unterlagen und Dokumente eingesehen werden können.

Hinter dem Förderverein stecken Spurensuche-Gruppen aus Uetersen, Elmshorn, Tornesch, Norderstedt und anderen Orten, 18 Mitglieder haben inzwischen 360 Spuren auf der interaktiven Webseite hinterlassen. Die Kreis Pinneberger sind nach Bremen bundesweit die Zweiten, die sich auf die Spurensuche der Nazi-Vergangenheit gemacht haben, andere Kreise in Schleswig-Holstein bekunden inzwischen großes Interesse, alle in der Hoffnung, dass sich vor allen Dingen junge Leute an der sinnvollen Suche beteiligen.

Unterstützt wird das Vorhaben und der Wettbewerb, dessen Schirmherr Kreispräsident Burkhard E. Tiemann ist, von der Bürgerstiftung der VR-Bank, der Landeskoordinationsstelle gegen den Rechtsextremismus und dem schleswig-holsteinischen Landesbeauftragten für politische Bildung.

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erstellt am 27.Aug.2015 | 19:31 Uhr

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