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Tage der deutschspachigen Literatur : Schreiben in der Heidgrabener Idylle

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Unter den 14 Autoren, die für die Teilnahme an den diesjährigen „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurth ausgewählt und damit für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert wurden, gehört auch die Wahlheidgrabenerin Nikola Anne Mehlhorn.

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erstellt am 28.Jun.2013 | 19:44 Uhr

Dass sie eine erfolgreiche Autorin ist und bereits mehrere Preise erhalten hat, weiß kaum jemand in der Nachbarschaft. „Ich rede darüber nicht“, so die 45-Jährige, die mit Mann und zwei Söhnen, acht und zwei Jahre alt, in einem Häuschen am Lindenweg wohnt. Hier zieht sie sich so oft es geht ins Obergeschoss zurück, um ihren Gedanken freien Lauf zu lassen und sie niederzuschreiben. Früh kam sie in ihrem Elternhaus mit Musik und Literatur in Berührung, verbrachte ihre Kindheit in Norddeutschland, Frankreich und Argentinien, konnte bereits vor dem Schuleintritt lesen und Geschichten erzählen, denen Kinder und Erwachsene gerne zuhörten und studierte später Musik sowie Kultur- und Medienmanagement. Obwohl Nikola Anne Mehlhorn als Hornistin erfolgreich war und mit Dirigenten wie Justus Franz und Yehundi Menuhin zusammengearbeitet hat, entschied sie sich Mitte der 1990er Jahre für Literatur. Doch die Begeisterung für die Musik ist natürlich geblieben, spiegelt sich in ihrer lyrischen Schreibsprache wider und kann sie an der Uni Hamburg im Bereich akademische Musikpflege in der Pressearbeit und im Veranstaltungsmanagement unter Beweis stellen.

Erste Veröffentlichungen hatte Nikola Anne Mehlhorn 1995, ihre Erzählung „Brachmond“ wurde 1998 verlegt, die „Sternwerdungssage“ 2002, „Salzflut“ 2010 und im Juli wird ihr neuestes Buch „Windschrift Nord“ im Horlemann-Verlag erscheinen. Und dieser Verlag hat sie für die Teilnahme an den 37. „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ vorgeschlagen, die vom 3. bis 7. Juli wieder in Klagenfurth ausgerichtet werden. Dass sie unter den 300 Bewerbern zu den 14 eingeladenen und damit für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominierten Autoren gehört, hat die Wahlheidgrabenerin kaum fassen können. „Ich habe mir so gewünscht, einmal in Klagenfurth dabei zu sein. Die Nominierung ist eine große Ehre, denn der Bachmann-Preis gehört zu den bedeutendsten literaischen Auszeichnungen im europäischen Raum“, betont Nikola Anne Mehlhorn. Sie wird in Klagenfurth, wie die anderen Nominierten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auch, aus einem von ihr noch nicht veröffentlichten Text vorlesen und sich der Jurywertung stellen. 3sat überträgt die Lesungen und Diskussionen live.<> Neben dem Ingeborg-Bachmann-Preis (er wurde 1976 von der Stadt Klagenfurt in Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann gestiftet und wird seit 1977 jährlich während der mehrtägigen Veranstaltung „Tage der deutschsprachigen Literatur“ verliehen) kommen vier weitere Preise zur Verleihung. An welchem Veranstaltungstag Nikola Anne Mehlhorn aus „Requiem der 40-Jährigen“ liest, erfährt sie erst durch eine Auslosung vor Ort. „Ich freue mich und bin natürlich aufgeregt und sehr gespannt“, so die Wahlheidgrabenerin.

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