Offensive : Schöne Ferien für jedes Kind

Eine tolle, erlebnisreiche Ferienzeit für jedes Kind, unabhängig vom Geldbeutel seiner Eltern – diese Philosophie ist die Basis der Arbeit im Kreisjugendring (KJR). Im Vorfeld der Aktion Ferienpass 2014 wollen Jobcenter, Kreis Pinneberg und KJR mit einer großen Offensive einkommensschwache Familien verstärkt auf Fördermöglichkeiten aufmerksam machen.

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27. März 2014, 18:21 Uhr

Dabei geht es um das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT), mit dem sichergestellt wird, dass jedes Kind etwa Mitglied in einem Sportverein werden, Musikstunden nehmen oder an einer Ferienfahrt teilnehmen kann, auch dann, wenn die Familien das Geld dafür aus eigener Kraft nicht aufbringen können. 120 Euro pro Kind und Jahr steuert der Bund bei, wenn eine Familie staatliche Leistungen wie Hartz IV, Wohngeld, Kindergeldzuschlag oder Asylleistungen in Anspruch nimmt. Ausgezahlt werden die BuT-Mittel in Form von Gutscheinen, die der KJR als Zahlungsmittel akzeptiert.

„Wir wünschen uns, dass alle Kinder die Chance auf ein tolles Ferienerlebnis in der Gruppe haben. Mehr lernen kann man nicht“, sagte KJR-Gechäftsführer Ingo Waschkau gestern. Bislang jedoch blieb die Zahl der Antragsteller bislang hinter den Erwartungen zurück. „Bei uns sind im vergangenen Jahr etwa 6000 BuT-Anträge eingegangen, fünf Prozent wurden wegen fehlender Voraussetzungen abgelehnt“, sagte Arbeitsmarktspezialist Wolfgang Behring.

Das soll sich ändern, unter anderem durch eine gezielte Beratung. Darüber hinaus bekommen Jobcenter und Kreis Pinneberg im KJR-Ferienpass, der im Mai erscheint, erstmals eine eigene Seite, die sie nutzen werden, um für die Inanspruchnahme von BuT-Fördermitteln für die Ferienpass-Aktion zu werben und das Verfahren zu erläutern. Denn wie die Leistungen in Höhe von 120 Euro verwendet werden, entscheidet letztendlich jede Familie für sich.

Übersteigen die Kosten für die Teilnahme an einem Ferienangebot den Wert eines Gutscheines, verfügt der KJR zusätzlich über eigene Mittel. „Darauf hat niemand einen Anspruch. Wir entscheiden individuell im Gespräch, ob wir einen Zuschuss gewähren“, sagte Birgit Hammermann, stellvertretende KJR-Geschäftsführerin.

Das Ferienprogramm mit insgesamt 69 Aktionen beginnt am 12. Juli. Das teuerste Angebot wird mit 330 Euro voraussichtlich eine Fahrt in den Harz sein.

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