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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 06:07 Uhr

Naturschutz : Schön, imposant, geschützt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie sind besonders alt, besonders imposant, vielleicht besonders selten und genießen deshalb speziellen Schutz: Der Kreis Pinneberg hat 576 Bäume zu Naturdenkmalen erklärt. Die Liste sowie die Gründe für die Unterschutzstellung haben Vertreter des Kreises Pinneberg und des Naturschutzbundes (Nabu) gestern vor Journalisten erläutert.

Seit 1939 gibt es die Kreisverordnung zum Schutz von Bäumen als Naturdenkmale. Alle zehn bis zwölf Jahre wird sie überarbeitet und aktualisiiert, zuletzt Ende des Jahres 2012. Erfasst wurden in dem Kataster 576 Bäume, die über das gesamte Kreisgebiet verteilt stehen. Wo genau, darüber gibt ein Lageplan Auskunft. Zu den besonderen Bäumen gehört auch eine etwa 180 Jahre alte Rotbuche, die in Appen auf einer dem Nabu gehörenden Fläche steht. „Bäume wie dieser haben das Recht, alt zu werden“, sagte Hans-Jürgen Raddatz von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises.

Die Bedeutung der Bäume ist unter anderem wegen ihrer Schönheit, aber auch aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und nicht zuletzt ökologischen Gründen groß. Erfasst wurden in der neuen Verordnung 155 Einzelbäume sowie 417 Baumgruppen beziehungsweise Baumreihen. Zu den am häufigsten unter Schutz gestellten Bäumen im Kreis Pinneberg gehören die Stieleiche, die Linde (vor allem in Gruppen zu finden) und eben die Buche.

„Sobald ein Baum zum Naturdenkmal erklärt wurde, sind nur noch zwingend notwendige Erhaltungsmaßnahmen erlaubt“, sagte Raddatz. Die Rotbuche in Appen ist etwa 30 Meter hoch, hat einen Stammumfang von inzwischen 4,60 Meter und steht am Rande der Pinnau-Niederung. 60 Insekten gebe sie ein Zuhause, schätzte der Vertreter des Pinneberger Nabu, Uwe Langrock, der den Baumriesen ebenso wie Raddatz für gesund und vital hält.

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erstellt am 07.Aug.2013 | 18:45 Uhr

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