Schnelles Internet für Neuendeich

Standen Rede und Antwort: Wilhelm.tel-Vertriebsleiter Andreas Klitzke (von links), Zweckverbandsmitarbeiter Helge Stein und Ann-Katrin Richert, Neuendeichs Bürgermeister Reinhardt Pliquet, der Jürgen Neumann, Vorsitzender des ZBMG, seinen Anschlussvertrag übergab, sowie Wilhelm.tel-Projektleiter Martin Pünjer.
Standen Rede und Antwort: Wilhelm.tel-Vertriebsleiter Andreas Klitzke (von links), Zweckverbandsmitarbeiter Helge Stein und Ann-Katrin Richert, Neuendeichs Bürgermeister Reinhardt Pliquet, der Jürgen Neumann, Vorsitzender des ZBMG, seinen Anschlussvertrag übergab, sowie Wilhelm.tel-Projektleiter Martin Pünjer.

Zweckverband Breitband Marsch und Geest bringt Glasfasernetz in die Gemeinde / Erschließung bis Anfang 2019

shz.de von
06. März 2018, 16:05 Uhr

Jetzt sind die Neuendeicher am Zug. Wenn mindestens 50 Prozent der Haushalte bis spätestens 31. Mai ihren Anschluss an das Glasfasernetz beauftragen, können die Einwohner der Gemeinde ab Jahresende mit 250 Megabits pro Sekunde auf der Datenautobahn unterwegs sein, außerdem komfortabel telefonieren und smart fernsehen. Diese gute Nachricht und viele Einzelheiten dazu erfuhren rund 100 interessierte Einwohner auf einer Informationsveranstaltung im Dörpshus. Dazu eingeladen hatten die Gemeinde Neuendeich, der Zweckverband Breitband Marsch und Geest (ZBMG) sowie der Telekommunikationsanbieter Wilhelm.tel., eine Tochter der kommunalen Stadtwerke Norderstedt.

Verbandsvorsitzender Jürgen Neumann, auch Heists Bürgermeister, stellte den Zweckverband, dem Neuendeich angehört, und dessen Breitbandprojekt vor. Fünf Bereiche − sogenannte Cluster − aus insgesamt 16 Mitgliedsgemeinden im Kreis Pinneberg sollen demnach bis Ende 2019 ausgestattet sein mit dem Glasfasernetz, durch das die Bits und Bytes in Lichtgeschwindigkeit rasen. In Cluster 1, bestehend aus Haselau, Haseldorf und dem Moorreger Ortsteil Klevendeich, wird die schnelle Datenautobahn zuerst realisiert. Bis Ende Februar hatten sich dort 52 Prozent der Einwohner für einen Anschluss entschieden. Cluster 2 mit den Gemeinden Neuendeich, Seestermühe, Seester und Raa-Besenbek soll bis Ende 2018/Anfang 2019 erschlossen sein. Neumann riet den Neuendeichern, sich zügig zu entscheiden: „Wer seinen Vertrag vor und während der Bauphase abschließt, braucht keine Anschlussgebühr zu zahlen. Aber wenn der Bagger weg ist, kostet der Hausanschluss 800 Euro.“

Verlegt wird die Hauptleitung vom Breitband-Knotenpunkt Heist aus. Sie führt durch das Cluster 1, kreuzt von dort aus Richtung Moorrege kommend die Pinnau durch einen Düker, verläuft in Neuendeich unter dem Fahrradweg der Straße Oberrecht durch ein bereits vorhandenes Leerrohr bis zum Ortsausgang und weiter nach Seestermühe. Von der Hauptleitung gehen die Hausanschlüsse am Oberrecht sowie die Abzweiger für die weiteren Neuendeicher Straßen ab.

„Wir werden jedes Haus in Neuendeich erreichen“, versprach Vertriebsleiter Andreas Klitzke von Wilhelm.tel. Die Sorge einiger Anwesender um ihren Garten beschwichtigte sein Kollege, Projektleiter Martin Pünjer: „Der wird nicht aufgebuddelt. Die Hausanschlussleitung wird von der Straße aus unterirdisch per Erdrakete und Spülrohr verlegt.“ Ins Haus führt die Leitung durch eine neue oder vorhandene Bohrung und endet mit der Anschluss-Hardware, deren Ersteinrichtung kostenlos ist. Ab hier beginnt das hausinterne Netz des Hauseigentümers, für das bei Bedarf regionale Vertragspartner zur Verfügung stehen.

„Der Glasfaseranschluss ist für alle Dienste vorbereitet. Er macht Ihren Haushalt fit für immer größere Datenmengen und immer höhere Geschwindigkeiten, die Internet, TV, Telefonie und digitale Haustechnik mit sich bringen werden. Das wertet die Immobilie auf“, argumentierte Klitzke für den Anschluss. Wer sich individuell beraten lassen oder einen Vertrag abschließen möchte, kann dies vom 15. März bis zum 29. Mai jeden Donnerstag (außer 5. April und 10. Mai) in der Zeit von 14 bis 18 Uhr im Dörpshus tun.


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