FWH : Schnelles Internet auch in Hetlingen?

Auch Hetlingen soll einen schnellen Zugriff auf das Internet erhalten. Dafür setzt sich die Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen (FWH) ein. Sie fordert einen Beitritt des Dorfes zu dem geplanten Zweckverband Breitbandversorgung in der Marsch.

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18. November 2012, 17:42 Uhr

Fraktionssprecher Michael Rahn sagte im Gespräch mit dieser Zeitung: „Zum Gemeinderat am 6. Dezember beantragen wird, so schnell wie möglich Verhandlungen aufzunehmen, um dem Breitbandverband beizutreten.“ Wie berichtet, wollen sich die Gemeinden Haseldorf, Haselau, Neuendeich, Tangstedt und Hemdingen zum 1. Januar zusammenschließen, um gemeinsam mit dem Abwasser-Zweckverband (azv) Südholstein ihre Haushalte an ein Glasfasernetz anzuschließen. Jede Mitgliedskommune soll 20000 Euro in das Projekt investieren.

Rahn zufolge verlegte die Telekom bereits vor etwa fünf Jahren ein Glasfaserkabel für DSL-Verbindungen durch Hetlingen. Allerdings liegen zwischen den Verteilerkästen und den Haushalten noch die weniger leistungsfähigen Kupferdrähte. „Das Kabel läuft durch unsere Straßen, aber unsere Bürger können nicht teilhaben“, beklagt er.

Darüber hinaus habe ein Teil des Dorfes, das sogenannte Grashofsland, große Schwierigkeiten, überhaupt einen DSL-Zugang zu erhalten. „Unserer Ansicht nach ist das ein Verstoß der Telekom gegen die Vereinbarung, das gesamte Dorf mit DSL zu versorgen“, so Rahn. Bürgermeisterin Barbara Ostmeier prüfe derzeit, ob die Anbindung des Grashofslands eingeklagt werden könne.

Vor diesem Hintergrund stellt der AZV eine willkommene Alternative dar. „Der AZV ist ja ein Hetlinger Unternehmen“, betont Rahn. Die Tochterfirma azv-südholstein-Breitband baut derzeit ein eigenes Glasfasernetz im Kreis Pinneberg auf. Ein Kabel nach Holm führt bereits durch einen Teil Hetlingens. Wenn nach Gründung des Zweckverbands auch Haseldorf angeschlossen wird, würde auch durch den anderen Teil des Dorfes eine Trasse verlaufen. Bisher hatte sich der AZV gesträubt, die anliegenden Haushalte einfach anzubinden. „Die möchten immer größere Einheiten anschließen“, so Rahn. Das würde sich ändern, wenn sich Hetlingen dem Zweckverband anschlösse.

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