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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 14:49 Uhr

Gesundheit : Schnelle Hilfe bei Herzinfarkt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Regio-Kliniken haben gemeinsam mit den Sana-Kliniken in Lübeck, Ostholstein und Wismar unter dem Namen „Sana CardioMed Nord“ ein standortübergreifendes Zentrum für Herzmedizin gegründet. Die tragende Säule des Zentrums bildet die bereits bestehende kardiologische Grundversorgung. Ob Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen oder der akute Herzinfarkt – in den Regio-Kliniken und vier weiteren Krankenhäusern der „Sana CardioMed Nord“ sind an 365 Tagen im Jahr über 24 Stunden Kardiologen vor Ort oder im Rufdienst erreichbar und stellen damit im Notfall eine schnelle Versorgung sicher. Für die darüber hinaus gehenden, hochspezialisierten Leistungen finden sich die Kardiologen nun unter einem Dach zusammen und kooperieren eng mit den Universitätskliniken Schleswig-Holstein und Hamburg-Eppendorf. „Durch die Vertiefung der Zusammenarbeit mit den anderen Häusern der Sana-Kliniken sowie den Universitätskrankenhäusern können wir den Patienten in der Region neue Behandlungsmöglichkeiten wie die Elektrophysiologie oder der Aortenklappenimplantation wohnortnah eröffnen“, sagt Privatdozent Thomas Hofmann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Klinikum Pinneberg.

Die Elektrophysiologische Untersuchung – kurz EPU – ist ein Diagnose- und Therapieverfahren bei Herzrhythmusstörungen, mit dem über einen Katheter krankhafte Nervenbahnen identifiziert und mit Strom verödet werden können. Dieses Verfahren wird in Elmshorn regelmäßig von Spezialisten des Universitären Herzzentrums zusammen mit dem Leitenden Oberarzt Tim Rausche wohnort- und zeitnah durchgeführt. Bei der Transkutanen Aortenklappenimplantation – kurz TAVI – wird eine künstliche Herzklappe entweder mithilfe eines Katheters oder eines sehr kleinen Schnitts im Brustkorb eingesetzt. Ein weiteres Verfahren zur Behandlung erkrankter Herzklappen ist das „MitraClip“-Verfahren. Es ermöglicht die Behandlung von Leckagen an der Mitralklappe mit einem speziellen Clip, der im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung implantiert wird. Diese Operationen werden ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem UKE angeboten. Eine Besonderheit der „Sana CardioMed Nord“ ist die enge Zusammenarbeit zwischen Kardiologen und Gefäßmedizinern. „Viele gefäßmedizinische Krankheiten haben dieselben Ursachen wie Herzleiden oder stehen mit ihnen in einem engen Zusammenhang. Daher ist die Zusammenarbeit zwischen Angiologen, Gefäßchirurgen und Kardiologen nur logisch“, sagt der Angiologe und Leiter des Gefäßzentrums, Chefarzt Oliver Hader. Als Beispiel nennt Hader den chronischen Bluthochdruck, der Herzinfarkte oder Schlaganfälle auslösen kann. Im Gefäßzentrum besteht die Möglichkeit, Nervenbahnen an der Nierenarterie von chronischen Blutdruckpatienten zu veröden, um eine dauerhafte Senkung des Drucks zu erreichen. Ein Eingriff, der nur in wenigen Kliniken im Norden angeboten wird und auf den sich Hader spezialisiert hat. Darüber hinaus hat das Herzzentrum mit dem Chefarzt der Gefäßchirurgie, Claas Schulze, einen Experten für Gefäßchirurgie mit im Team. In der Zukunft soll das Zentrum weiter ausgebaut werden. Ein Ziel soll die verstärkte Zusammenarbeit mit niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Fachärzten ein.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 21:55 Uhr

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