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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 00:00 Uhr

Sportförderung : Schnell, unbürokratisch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie überall auf der Welt ist auch bei kleinen Sportvereinen das Geld knapp. Das Ergebnis: Gerade kleinere Anschaffungen, die nicht von Gemeinden oder den Städten gesponsert werden, werden auf die lange Bank geschoben oder am Ende gar nicht vorgenommen. Das führt in eine äußerst ungute Spirale: denn nur Vereine, die ihren Mitgliedern besondere Angebote machen, können diese halten, von Hinzugewinnen von Neumitgliedern ganz zu schweigen. Nur ein Verein, der Ideen hat, und der neben Fußball und Judo auch einmal Sportarten anbietet, die man nicht an jeder Ecke betreiben kann, hat zukünftig Überlebenschancen. Um sich aber derart diversifizieren zu können, bedarf es neben Geldmitteln auch Mut, etwas umzusetzen. Auch daran haperte es in der Vergangenheit. Zu groß waren die Unwägbarkeiten, wenn denn überhaupt einmal genügend Geld vorhanden war.

Um die Chancen der Sportvereine zumindest im Kreis Pinneberg zu erhöhen, hat die Bürgerstiftung der VR-Bank Pinneberg-Elmshorn nun eine neue Fördermöglichkeit für Sportvereine ins Leben gerufen. Schnell und relativ unbürokratisch sollen die Vereine nun auf Antrag, dessen Vordruck erfreulich übersichtlich und kurz gehalten wurde, Gelder vor allem für Anschaffungen erhalten, die durch das Raster der bekannten Förderformen fallen würden. Das sind vor allem auch Kleingeräte, Bälle, kleinere Matten und allerlei anderes, was nicht immer auch langlebig ist und gerade deshalb in gewissen Abständen ersetzt werden muss.

„Gerade der Aufbau neuartiger Sportangebote ist für die Vereine der Schlüssel zum Überleben. Aber gerade dafür benötigen sie oft Zubehör und kleinere Gerätschaften, die von den herkömmlichen Förderungsarten nicht erfasst werden, weil sie die dortigen Wertgrenzen gar nicht erreichen“, so der Geschäftsführer des Kreissportverbandes Pinneberg, Karsten Tiedemann.

Sönke-Peter Hansen, der Vorsitzende des Kreissportverbandes, sagte: „Das ist viermal im Jahr eine unbürokratische Hilfe mit kurzen Fristen, die die Vereine wahrnehmen sollten.“ Anträge können gestellt werden von gemeinnützigen, eingetragenen Sportvereinen, sowie aller Vereinigungen im Geschäftsgebiet der VR-Bank. Besonders die Erstausstattung für neuartige Sportarten dürfte der Renner werden, denn wollen Vereine in Zukunft auch mehr Mitglieder generieren, gilt es sich von Mitbewerbern abzusetzen. Eine gewisse Angebotsvielfalt ist dafür unerlässlich.

Uwe Augustin, Vorstandsmitglied der VR-Bank: „Für den Erhalt der Sportvereine ist eine Innovationsförderung wichtig. Und deswegen freuen wir uns auch, über die Bürgerstiftung eine gewisse Anschubfinanzierung geben zu können, damit die Vereine auch einmal etwas wagen können.“

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erstellt am 24.Feb.2014 | 21:17 Uhr

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