Senioren-Union : Schluss mit Kaffeeklatsch - Oma und Opa diskutieren

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„Senioren haben viel Diskussionsbedarf“, sagt Heinz Wöhler. Der Vorsitzende der Halstenbeker Senioren-Union hat für seine Generation eine regelrechte Marktlücke entdeckt: „Soziokulturelle Angebote mit multinationaler Ausrichtung“, nennt es der 73-Jährige.

shz.de von
19. Januar 2012, 20:42 Uhr

Geplant hat er etwa einen Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr in Blankenese Ende Januar. Im April folgt eine Reise zur russischen Botschaft in Berlin. Die Senioren strömen in Scharen. Der Halstenbeker Ortsverband wuchs seit der Gründung vor 13 Monaten von sieben auf 77 Mitglieder.

Der Halstenbeker Josef Werner trägt diesen Trend zur Diskussion in der Altersgruppe 60+ über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus. „Wir wollen politischer werden – weg von dem Ruf, Kaffeekränzchen zu sein“, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Pressereferent des Kreisverbands Pinneberg der CDU-nahen Senioren-Union bei der Vorstellung des Jahresprogramms 2012.

Einerseits verschafft der Kreisverband Interessierten den Zugang zu politischen Informationen aus erster Hand. Beim Neujahrsempfang am Sonntag, 22. Januar, wird etwa der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Ole Schröder sprechen. Gastredner bei der Mitgliederversammlung am Montag, 2. April, ist der Präsident der Europäischen Senioren-Union, Staatssekretär a.D. Dr. Bernhard Worms. Für Juni bietet der Kreisverband eine Fahrt zum Europaparlament in Straßburg an. „Dort werden wir uns mit Europafragen beschäftigen“, kündigte Werner an.

Geplant sind zudem Gespräche mit den CDU-Landtagskandidaten vor der Schleswig-Holstein-Wahl. Nicht zuletzt sollen bei Vorträgen im Herbst die SPD- und CDU-Konzepte zur Gesundheitsreform verglichen werden.

Aber auch aus einem anderen Grund sind Werner die Kontakte zu den Abgeordneten wichtig: „Wir wollen unsere Vorstellungen deutlich machen und die Interessen der Senioren vertreten“, sagte er. Wenn die Besucher mit den Abgeordneten ins Gespräch kämen, sei der politische Bezug erreicht.

Zur Senioren-Union im Kreis Pinneberg gehören 415 Mitglieder und rund 250 Interessenten. Ortsverbände gibt es in Uetersen, Elmshorn, Quickborn, Rellingen, Halstenbek, Pinneberg sowie einen ruhenden in Barmstedt. Wie Kreis- und Landesvorsitzender Karl-Heinz Starck betonte, ist der Pinneberger Kreisverband landesweit der viertstärkste.

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