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Holzheizwerk : Schlüsselübergabe für Vorzeigeprojekt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nicht nur das Wort ist gewaltig, auch sein Nutzen für den Schäferhof ist enorm: Das Holzhackschnitzelheizwerk, das gestern mit einer Feierstunde eingeweiht wurde, versorgt ab sofort die 20 Gebäude der sozialen Appener Einrichtung mit umweltschonender Wärme. „Nahwärmenetze sind ein wichtiger Teil der Energiewendepolitik“, sagte Staatssekretärin Ingrid Neste.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2016 | 20:18 Uhr

Außer dem Ehrengast aus dem Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein nahmen unter anderem Bodo Schröder, Vorsitzender des Stiftungsrats der Hamburger Arbeiter-Kolonie, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier, Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak, Diakoniepastorin Maren von der Heyde, Jan Christensen, Pastor für Umweltfragen der Nordkirche, sowie Michael Behrens vom Lebenshilfe-Vorstand an dem Empfang und der anschließenden Besichtigung teil und fanden ausschließlich lobende Worte für das Vorzeigeprojekt. „Mit dem Erdöl, dass hier im Jahr eingespart wird, kann so viel Benzin hergestellt werden, dass ein Auto 2,6 Millionen Kilometer weit käme“, verdeutlichte die Staatssekretärin.

Nach einem Gottesdienst, den Pastor Frank Schüler hielt, baten die Architekten Hans-Peter Zwoch und Wolfgang Miethke Gastgeber und Schäferhof-Geschäftsführer Rainer Adomat und Gebäudemanager Gerhard Sonntag zur symbolischen Schlüsselübergabe.

Humorvoller Programmpunkt der Feier war das „Holz-Hack-Schnitzel-Heizwerk“-Lied, das der Kinderchor der Appener St. Johanneskirchengemeinde zum Besten gab. Der Bau des Holzheizwerks mit Heizungsgebäude, Hackschnitzelsilo und Nahwärmenetz kostete rund eine Million Euro. Das Projekt wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Vom Spatenstich bis zur Eröffnung vergingen sieben Monate. Die Betreiber gehen davon aus, dass sich die Anlage refinanziert. Bisher hat der Schäferhof jährlich etwa 65000 Euro für Heizöl ausgegeben. Für den Betrieb des Holzheizwerks dagegen ist auf dem Gelände alles vorhanden. Denn die Energie stammt vor allem von nachwachsenden Hölzern, Knick- und Restholz aus der Waldwirtschaft sowie aus dem Abfall aus holzverarbeitenden Betrieben vom Schäferhofgelände.

Ziel war es, das veraltete Heizsystem zu ersetzen, eine wirtschaftlich günstige Lösung zu finden, einen Beitrag zum Klima- und Atmosphärenschutz zu leisten und den Menschen, die auf dem Schäferhof leben, Arbeitsmöglichkeiten zu bieten.

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