ball : „Schlimmste Niederlage“

In ihren ersten 25 Saisonspielen hatten die 1. Herren des TSV Uetersen nur 19 Gegentore kassiert. Am Donnerstagabend kamen dann gleich vier weitere dazu: Im Landesliga-Nachholspiel beim SC Alstertal-Langenhorn setzte es eine bittere 0:4-Pleite. „Das war das Schlimmste, was uns bisher in dieser Saison passiert ist“, sagte TSV-Trainer Peter Ehlers nach dem Abpfiff zerknirscht. Dabei spielten die Uetersener an der Siemershöh eigentlich besser als zwei Tage zuvor, als sie bereits beim Schlusslicht SC Poppenbüttel mit 1:2 verloren hatten. „Unsere Gestaltung im Mittelfeld war nicht schlecht – aber uns fehlt ein Torjäger, der die Bälle versenkt“, so Peter Ehlers.

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26. April 2013, 20:36 Uhr

Till Mosler bot sich die große Chance, die Rosenstädter in Führung zu bringen – doch er scheiterte freistehend (10.). Im Gegenzug gelang Kenu Voller nach einem Freistoß das 1:0 für die Hausherren (11.). „Inzwischen weiß wohl jeder Gegner, dass wir bei Freistößen anfällig sind“, stöhnte Peter Ehlers und sagte mit Blick auf Keeper Christoph Richter: „Aus meiner Sicht hätte der Torwart da durchaus herauskommen und den Ball fangen oder wegboxen können!“ Bereits nach 25 Minuten signalisierte Raphael Friederich, aufgrund von körperlichen Problemen nicht weiterspielen zu können. „Warum er das nicht schon beim Warmmachen bemerkt hat, weiß ich nicht“, so Peter Ehlers, der mit Jannick Prien einen frischen Offensivmann brachte – zu sehen war von Prien in den folgenden 65 Minuten allerdings nicht viel.

In der 35. Minute war es erneut Voller, der nach einem SCALA-Eckstoß auf 2:0 erhöhte. Peter Ehlers wurde in seiner Pausen-Ansprache „etwas lauter“, wie er selbst es ausdrückte. Immerhin waren die Gäste nach dem Seitenwechsel bemüht, zum Anschlusstreffer zu kommen, doch fehlte es einfach an der nötigen Durchschlagskraft in vorderster Front. Die besaßen die Hausherren: Raoul Bouveron schob den Ball von links aus zum 3:0 ins lange Eck (58.). Es hätte noch einmal spannend werden können, als Oliver Engl eine Rechtsflanke des agilen Mario Ehlers mustergültig per Kopf verlängerte – doch Marin Bushaj jagte den Ball freistehend über die Latte (61.). Das 4:0, das Parvis Sadat-Azizi per Kopf kurz vor der eigenen Torlinie noch verhindert hatte (63.), fiel in der 84. Minute, nachdem Jendrik Bauer sich rechts gegen Bushaj und Mats-Lennart Enderle behauptet hatte. Zuvor hatte Helge Kahnert die Rote Karte gesehen, weil er im Mittelfeld mit gestrecktem Bein gegen Voller eingestiegen war (77.).

„Noch haben wir es in der eigenen Hand, Vizemeister zu werden“, blickte Peter Ehlers nach vorne. Am morgigen Sonntag, 28. April gastiert der TSV bei TBS Pinneberg.

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