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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 17:32 Uhr

Konzept : Schließt der Nahkauf-Markt in Appen?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ist der Nahkauf-Markt in Appen bald Geschichte? „Der Laden läuft nicht gut. Das ist kein Geheimnis in der Gemeinde“, sagte die Eigentümerin, die nicht namentlich genannt werden möchte. „Wir sind dabei, ein Konzept für das Gebäude zu entwickeln“, ergänzte sie. Ein Datum für eine Schließung sei entgegen anders lautender Gerüchte nicht ins Auge gefasst. „Das Thema beschäftigt uns ja schon lange“, sagte Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak. Er bestätigte: „Das Geschäft wird geschlossen. Der Zeitpunkt steht nicht fest. Wir arbeiten an einem neuen Nutzungskonzept für das Gebäude.“ Der Bürgermeister kann sich vorstellen, im vorderen Bereich ein kleineres Geschäft mit einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern für das Notwendigste einzurichten und den Rest umzuwidmen. „Ich stelle mir beispielsweise ein Hotel Garni vor“, sagte er.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2015 | 20:42 Uhr

Die Betreiberin und Mieterin des Nahkauf-Marktes, die gestern nicht erreichbar war, hat ein dreimonatiges Kündigungsrecht. Gekündigt hat sie laut Eigentümerin allerdings noch nicht. „Wir würden unseren Nahversorger verlieren“, sagte eine Kundin bedauernd. Gerade ältere Menschen im Ort nutzten das Geschäft.

Tatsache ist, dass es von der Masse der Appener nicht angenommen wird. Auch die Vorgänger der jetzigen Geschäftsleiterin haben aufgegeben. „Wenn die Leute einen Laden im Ort haben wollten, würden sie hier einkaufen“, so die Eigentümerin. Von den paar Leuten, die regelmäßig kämen, könnte das Geschäft nicht bestehen.

Den Vorwurf, die Politik hätte weitsichtig für Erweiterungsmöglichkeiten des Marktes sorgen müssen, entkräftete der Bürgermeister. „Für die Flächen, die in Frage gekommen wären, hat die Gemeinde ein Vorkaufsrecht, aber die Eigentümer müssten ja verkaufen wollen“, sagte er.

Auch auf Flächen außerhalb des Zentrums der Gemeinde könne nicht zurückgegriffen werden. „Sie gehören uns nicht“, erklärte er. „Das eigentliche Problem ist, dass wir im Umkreis von zwei Kilometern Supermärkte und Discounter in großer Anzahl haben“, so seine Einschätzung.

Wer Interesse an der Immobilie hat oder Ideen einbringen möchte, kann sich über den Bürgermeister mit der Eigentümerin in Verbindung setzen.

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