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Wettkampf im Watt : Schietwatter spielen „olümpisches Wolliball“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Heidgrabens spektakulärstes Sport-Team ist auf dem Weg zur „Olümpiade“, zur Watt-Olümpiade genauer gesagt, dem fröhlichsten und tiefgründigsten Wettkampf an der Westküste. Und der steht noch nicht im Duden ...

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2013 | 21:01 Uhr

Zum zweiten Mal treten die „Schietwatter“ am Sonntag, 28. Juli, ab 9.30 Uhr mit insgesamt 20 muskelgestählten Heidgrabener Männern und Frauen im Schlickstadion hinter dem Brunsbütteler Deich Soesmenhusen gegen die gesamte Weltelite an.

Vor einem Jahr wurden sie zum ersten Mal zu „Wattleten“ (der Brunsbüttler Name für Athleten). Damals spielten sie Handball. Nun treten sie in der Disziplin „Wolliball“ an. Dafür haben sich die Heidgrabener neu ausstaffiert. Da sind nicht nur die knallroten T-Shirts mit dem lustigen Namen, nein – auch eine Fahne und einen Banner tragen die „Schietwatter“ aus Heidgraben vor sich her. Dazu gibt’s peppigen Krach nach der „Schietwatter“-Hymne „We will rock you“ auf Gewürzgurken- und Sauerkirsch-Dosen, die mit den rot-weißen Schietwatter-Farben bemalt sind. Das alles hat der pfiffige Peter Timm organisiert – und keinen Pfennig dazubezahlt: Niegelnagelneue Dosen gab es von der Hamburger „Schuh's food GmbH“. Der Hamburger Werbemittel-Hersteller „mr. Design“ spendierte Banner und Fahne.

Initiatorin Britta Hollander hatte ihre Heidgrabener Sportfreunde aus dem kleinen HSV aufgeputscht, bei diesem Großereignis mitzumachen. „Superwitzig“ hatte sie damals argumentiert, „aber auch mit sehr sinnvollem Hintergrund“.

Denn alle Einnahmen dieses Mega-Events, von dem der NDR sogar mit dem berühmten Filmemacher Detlef Buck einen Trailer zur Eigenwerbung gedreht hat, gehen an Organisationen wie die Deutsche Krebsgesellschaft, an die Krebsforschung oder zur Linderung von Notfällen bei Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Die Familie Hollander-Quast, selbst von einem Krebsfall in der Familie schwer betroffen, will nachhaltig helfen, das Leid bei schweren Schicksalen zu lindern. Seitdem klappert überall in Heidgraben die Spendenbüchse. Sohn Maximilian Hollander-Quast rief sogar beim Neujahrsempfang zum Geben für den guten Zweck auf.

1500 Euro sind bisher zusammengekommen – am Wochenende soll es noch viel mehr werden. Denn eigentlich müsste ganz Heidgraben sein Team als anfeuernde Fan-Gemeinde nach Brunsbüttel zur lustigsten „Olümpiade“ der Welt begleiten, wo nicht nur der Ball ins Dreckige, sondern auch der Schiet garantiert ganz oft unter die Dusche muss.

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