Heidgrabener bei Event in Brunsbüttel : Schietwatter bei „Wattolümpiade“

3487683_800x595_4ff1f44068ef4.jpg

Sie nennen sich „Heidgrabener Schietwatter“ und dieser Name sagt eigentlich schon fast alles.

shz.de von
02. Juli 2012, 21:17 Uhr

Hier geht es um einen Riesen-Spaß – allerdings mit einem ernsten Hintergrund. Dieses mal wird der Spaß nicht grenzenlos, sondern „olümpisch“ und Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind keine Athleten, sondern „Watt-leten“, denn das Ziel der Heidgrabener Schietwatter und 32 anderer Teams aus ganz Deutschland, Dänemark und Großbritannien ist die „Watt-olümpiade“, das Mega-Event mit einer wundervollen Schlammschlacht, Tausenden von Besuchern, ganz viel Rahmenangeboten wie Musik und einem Extra-Kinderprogramm auf einer kleinen Wattfläche am 29. Juli hinter dem Deich in Brunsbüttel. Doch das Ganze ist nicht nur ein Jux, sondern hat einen ernsten Sinn. Alle Einnahmen, Eintrittsgelder, Teilnahmegebühren und Gagen kommen der Krebsgesellschaft in Dithmarschen zugute. Die Heidgrabener nehmen zum ersten Mal an der Wattolümpiade teil, die sich nach ihrer „Erfindung“ durch den Brunsbüttler Künstler Jens Rusch von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit und Zuschauergunst erfreut.

Und wer hat's für Heidgraben erfunden? Natürlich die so vielseitig engagierte Heidgrabener Sportvereins-Übungsleiterin Britta Hollander. Die hat für die Teilnahme einen ganz ernsten Hintergrund: Ihr Mann ist an Krebs erkrankt, doch die Familie geht mit ihrem Schicksal ganz offensiv um und will tatkräftig das Beste für sich und andere Betroffene daraus machen. In Heidgraben fand sie für die Teilnahme an dem größten Event an der Westküste sofort Mitstreiter und die ergatterte einen Teilnahmeplatz in der internationalen Mannschaftsaufstellung. Ganz endgültig steht die Heidgrabener Mannschaft noch nicht fest. Die Regeln für das Spiel, an dem jeder teilnehmen kann, der sich fit genug für so eine Schlammschlacht fühlt, sind deutlich: Es gibt eigentlich nur eine. Das runde Dreckige muss in das dreckige Eckige. Wer die meisten Tore schafft, klettert im K.O.-System ganz nach vorn und sonnt sich in dem Ruhm so lange, bis der ganze Schlamm wieder abgebröckelt ist.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert