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Klosterbezirk : Scheune der Priörin: Restauration beginnt im Mai

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Scheune der Priörin, ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert im Klosterbezirk, bedarf der dringenden Reparatur. Bereits im vergangenen Jahr befasste sich Klosterprobst Hubertus Graf von Luckner, zuständig für die Unterhaltung der Klosteranlage, mit der Materie. Zunächst galt es, die Kosten zu ermitteln, keine leichte Aufgabe für die Spezialisten, liegt die Misere doch unter Umständen auch tief im Boden. Sprich: Das Fundament könnte marode sein, sodass auch hier repariert werden muss, weitere Kosten können daher nicht ausgeschlossen werden.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 21:45 Uhr

Die erste Schätzung belief sich auf rund 80000 Euro (wir berichteten). Doch inzwischen ist die Summe bereits auf stolze 100000 Euro angewachsen. Und wenn nun, im Mai, mit den Arbeiten begonnen, wenn das Fundament aufgegraben wird, dann könnten weitere Gelder benötigt werden.

Wie gut, dass von Luckner drei Stiftungen und Töpfe ausfindig machen konnte, über die es gelang, zumindest 66000 Euro einzuwerben. An Eigenmitteln kommt das Kloster aber nicht vorbei.

Die Scheune der Priörin grenzt unmittelbar an die Bleiche, jenen Burgplatz also, der den Klosterbezirk nach Süden abschließt. Seit mehreren Jahren wird das ehrwürdige Gebäude als Kulturstätte genutzt. Die Gesellschaft der Freunde des Klosters veranstalten in den Sommermonaten regelmäßig Konzerte. Der Raum bietet rund 60 Besuchern Platz, ist mit einem Konzertflügel bestückt und kann inzwischen sogar beheizt werden. Die Restaurierung verfolgt zwei Zwecke: Zum einen soll das Gebäude vor dem Zusammenbruch bewahrt werden – denkmalgerecht. Zum anderen wird beabsichtigt, den Konzertraum zu vergrößern, um etwa ein Drittel.

Wann die Arbeiten, die in wenigen Wochen beginnen werden, abgeschlossen sind, kann nicht vorhergesagt werden. Doch die Konzertsaison werden sie nicht behindern. So steht bereits fest, dass es am Sonntag, 1. Juni, ein Klavierkonzert mit Professor Trefor Smith geben wird. Der renommierte Pianist folgt nach 2013 erneut einer Einladung von Klosterfreund Dr. Meinhard Sziegoleit und freut sich bereits auf den Konzertnachmittag. Weitere Details zum Programm und dem genauen Zeitpunkt des Konzertbeginns folgen in Kürze.

Zurück zu den anstehenden Bauarbeiten: Insbesondere die Nordseite des Gebäudes ist stark in Schräglage geraten. Einige tragende Holzbalken sind morsch, und die Mauer muss komplett erneuert werden. Die Experten, die über das „Sonderschutzprogramm des Bundes“ wachen, gaben 40000 Euro frei. Zudem half die Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft, die die Denkmalpflege im Land unterstützt, mit 16000 Euro. Jetzt konnte von Luckner weitere 10000 Euro entgegennehmen. Das Geld stammt von der Bürgerstiftung der VR-Bank Pinneberg. Dr. Horst Alsmöller, Mitglied im Vorstand der Bank, überzeugte sich kürzlich vor Ort, dass das Geld dringend benötigt wird. Der Banker war sehr angetan von der Romantik und dem Charme, die von der Anlage und dem Gebäude ausgehen.

Bezüglich der Restaurierungsarbeiten wünschte Dr. Alsmöller dem Klosterprobsten gutes Gelingen.

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