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Uetersener Nachrichten

22. September 2017 | 22:52 Uhr

Rhönrad : Schawo ist Weltmeister

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein frischgebackener Weltmister und Vizeweltmeister betrat am Wochenende erstmals wieder Tornescher Boden: Marcel Schawo, der in der zweiten Juni-Woche an den Rhönrad-Weltmeisterschaften teilnahm, besuchte die alte Heimat und seine in Tornesch lebende Familie. Im Gepäck hatte der 21-Jährige viele großartige Erinnerungen aus dem italienischen Ligano, wo im Rahmen der „CSIT-Weltspiele“ auch die besten Rhönrad-Turner/innen der Welt aufeinandertrafen.

shz.de von
erstellt am 22.Jun.2015 | 19:15 Uhr

„Die Stimmung in Ligano war großartig“, berichtete Schawo, der in einem hochklassigen und unglaublich spannenden Mehrkampf nach drei Disziplinen in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegte und damit Vizeweltmeister im Einzel wurde. „Meine Freude darüber war und ist riesengroß“, jubelte der Tornescher, der zugab: „Es hätte auch sein können, dass ich am Ende nicht auf dem Siegertreppchen stehe ‒ und ich hatte vorher nicht damit gerechnet, dass es so eng zugehen würde!“ Wie knapp es tatsächlich war, zeigt ein Blick auf das Abschlussklassement: Der Japaner Yasuhiko Takahashi bekam von den Wertungsrichtern gerade einmal 0,05 Punkte mehr zugesprochen und wurde damit Weltmeister; Schawo wiederum wies auch nur 0,05 Zähler mehr auf als der Rang-Dritte Tamura Motonobu (Japan).

Enttäuschung über den so knapp verpassten WM-Titel im Einzelwettbewerb kam bei Schawo überhaupt nicht auf: „Es war nur etwas ärgerlich, dass nicht alles so gelaufen ist, wie ich es mir vorher vorge- nommen hatte ‒ denn ansonsten wäre auch der erste Platz für mich möglich gewesen.“ Der Student der Deutschen Sporthochschule in Köln gratulierte aber auch fair dem neuen Weltmeister Takahashi und gab zu: „Er war einen Tick besser und speziell seine Sprung-Disziplin hatte eine enorm hohe Schwierigkeit ‒ soweit bin ich mit meinem Sprung noch nicht, und damit hat Takahashi enorm viele Punkte geholt!“

Anschließend trug Schawo dazu bei, dass das Team des Deutschen Turner-Bundes in der Mannschafts-Wertung Weltmeister wurde. „Wir haben als Team extrem gut zusammengehalten und in einer Individualsportart auch als Mannschaft funktioniert“, so Schawo, der als Erfolgsrezept nannte: „Jeder hat jeden unterstützt und nach einem wunderschönen Wettkampf haben wir mit einer Gruppenleistung gewonnen!“ Die Disziplin des Deutschen Teams war so aufgebaut, dass sie zum Ende hin immer schwerer wurde. Deshalb lag die DTB-Auswahl in der Gesamtwertung erst im Hintertreffen, ehe sie nach der vierten Disziplin die Führung übernahm.

Schawo, der als Vorletzter (sechs Disziplinen gab es) ins Rennen ging, fieberte in der letzten Runde zusammen mit seinen Teamkamerad(inn)en mit, ehe feststand: Ja, Deutschland ist Weltmeister!

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