Jürgen-Frenzel-Schwimmhalle : Sanierungspläne beschlossen

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So einig sind sich die Ratsfraktionen selten, insbesondere wenn es um Kostenfragen geht: Auf einer Sondersitzung des Hauptausschusses wurde darüber abgestimmt, wie die Sanierung der Jürgen-Frenzel-Schwimmhalle finanziert werden soll. Zwar wird ein Zuschuss vom Land Schleswig-Holstein gewährt, doch reicht dieser nicht aus, um die Kosten zu decken.

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17. Juli 2015, 22:15 Uhr

Ausnahmslos alle Fraktionen waren dafür, die fehlenden Mittel aus dem Nachtragshaushalt der Stadt zu zahlen, um das Hallenbad zumindest für den Schul- und Vereinssport zu erhalten. Für die Förderung von kommunalen Schwimmsportstätten hat das Land eine Richtlinie erlassen, nach der sämtliche Maßnahmen, die den Primärenergiebedarf sowie die Betriebskosten senken oder die Funktionstüchtigkeit der Anlagentechnik betreffen, förderfähig sind. Dafür wurden landesweit zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die einem Antragsvolumen von insgesamt vier Millionen Euro gegenüber stehen.

Um den Betrieb des Uetersener Hallenbades aufrecht zu erhalten, sind eine Erneuerung der Lüftungsanlage, die Sanierung des Schwimmerbeckens sowie ein barrierefreier Zugang zum Becken vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich hierbei auf rund 505000 Euro. Nicht alle der geplanten Maßnahmen wurden vom Land aufgrund der hohen Anzahl an Anträgen als zuwendungsfähig eingestuft, sodass lediglich 161575 Euro übernommen werden. 425000 Euro werden nun im Nachtragshaushalt der Stadt Uetersen bereitgestellt, sodass die für dieses Jahr noch anstehende Sanierung der Schwimmhalle wie geplant umgesetzt wird.

„Wir freuen uns sehr, überhaupt Zuschüsse vom Land erhalten zu haben“, sagte Ingo Struwe (SPD). Die Vertreter der anderen Fraktionen stimmten ihm zu. Man könne sich glücklich schätzen, überhaupt bedacht worden zu sein, da andernorts Schwimmhallen schließen müssen. Christian Stief, Vorsitzender des Hauptausschusses, schlug im Namen der CDU-Fraktion vor, die Kosten für die Sanierung über den Verkauf von Grundstücken zu decken. Der einzige Widerspruch an diesem Abend kam aus den Reihen der Bürger: Den Einwand von Holger Matthies, prüfen zu lassen, ob das Land eventuell mehr Kosten übernehmen könnte, wies Andrea Hansen geduldig, aber bestimmt zurück: „Wir kriegen eine gute Förderung“, entschied die Bürgermeisterin.

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