zur Navigation springen

Umgestaltung der Fahrradgarage : Sanierung oder doch lieber Abriss?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit gut zehn Jahren befassen sich die Politiker im Bau- und Planungsausschuss mehr oder weniger intensiv mit der Umgestaltung der Fahrradgarage. Sie ist optisch stark in die Jahre gekommen und wird kaum noch genutzt.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 20:47 Uhr

Nicht nur, dass Fahrräder kreuz und quer auf dem Bahnhofsvorplatz abgestellt werden, hat die Politiker nun wieder auf den Plan gebracht. Für die Sanierung der Fahrradgarage als Bestandteil des Bahnhofsumfeldes stehen 287000 Euro Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zur Verfügung, die nun langsam abgerufen werden müssten, damit sie nicht verfallen.

Im April hatten die Sozialdemokraten der Verwaltung den Auftrag erteilt, zu prüfen, wie viele Fahrradstellplätze geschaffen werden könnten, wenn die Fahrradgarage abgerissen und durch überdachte Fahrradunterstände wie auf dem Park & Ride-Platz östlich der Bahn ersetzt würden. Die erste Ausarbeitung der Verwaltung war den Sozialdemokraten als Vergleichsvariante zur bisherigen Fahrradgarage mit Sanitärtrakt nicht aussagekräftig genug, so dass eine detaillierte Ausarbeitung mit Kostengegenüberstellung gefordert wurde. Diese Ausarbeitung lag den Politikern des Bauausschusses nun mit drei Varianten vor. Bei der Variante I handelt es sich um eine Fahrradstellplatzüberdachung, bei der eine WC-Anlage in den Überdachungskonplex integriert würde. Vorteil der Variante: Das Fundament der Fahrradgarage könnte verwendet und die Bahnsteigzugänge könnten passend zur Bahnsteigerhöhung angelegt werden. Kosten dieser Variante: etwa 746000 Euro.

Die Variante II sieht eine Fahrradstellplatzüberdachung analog östlich der Bahn vor. Da es sich bei dieser Überdachung um Standardobjekte handelt, sei die Integration einer WC-Anlage nicht möglich, erläuterte Bauamtsleiterin Marion Grün. Ein Sanitärtrakt müsste daher separat eingehaust und bedacht werden. Auch passe das Achsraster der Bahnsteigzugänge nicht zu den Standardbreiten des Dachrasters, so dass neue Zugänge vom Bahnsteig hergestellt werden müssten.

„Es würde ein neues Fundament benötigt und die Höhensituation zwischen Bahnsteig und Überdachung weitere Anpassungen erfordern, um die nötige Kopffreiheit beim Betreten des Fahrradunterstandes zu erreichen“, machte Marion Grün Nachteile dieser Variante deutlich. Geschätzte Kosten dieser Variante: etwa 660000 Euro.

Die Variante III beinhaltet die Sanierung der Fahrradgarage und den Einbau von Industrieglasflächen zur Schaffung von Licht und Transparenz. Kosten: etwa 751000 Euro. Für die Variante III stehen Fördermittel in Höhe von 287000 Euro zur Verfügung.

Zugangskontrolle / Videoüberwachung / Fahrradboxen zur Vermietung

Aufgrund der Zweigeschossigkeit würden in einer sanierten Fahrradgarage etwa 400 Fahrräder untergebracht werden können. Bei den ebenerdigen Lösungen sind es nur halb so viele Räder. Für die Varianten I und II müssten Fördergelder neu beantragt werden. Ob für diese ebenerdigen Varianten Fördergelder fließen, ist nicht gesichert. Sollte die Variante III (Sanierung der zweigeschossigen Fahrradgarage) nicht realisiert werden, müssten die bereits bewilligten Fördermittel an den Zuwendungsgeber (landesweite Verkehrsservicegesellschaft) zurückgegeben werden. Die Politiker haben sich noch nicht für eine Variante entschieden. Die Verwaltung soll noch vorlegen, wie viel Einnahmen etwa 50 vermietete Fahrradboxen in einer zweigeschossigen Fahrradgarage bringen würden und wie die Zugangskontrolle in einer videoüberwachten Fahrradgarage gestaltet werden könnte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert