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Heidgrabener Sportverein : Sanfte Kunst der Selbstverteidigung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit dem Frühjahr wird im Heidgrabener Sportverein Jiu Jitsu – die Kunst, durch Nachgeben beziehungsweise Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen – trainiert. Die Sportart stammt aus Japan, hat chinesische Wurzeln und ist eine der ältesten Sportarten der Welt. Aus Jiu Jitsu wurde Judo entwickelt.

Acht Kinder von zwei bis zwölf Jahren und sechs Erwachsene werden von Gabriele Hollender angeleitet. Die Wahlheidgrabenerin, die mit ihrem Mann den Edeka-Markt in Tornesch führt, ist Trägerin des 2. Dan Jiu Jitsu, war Ende der 1980er Jahre Landesmeisterin des Goshin Jitsu Verbandes in Nordrhein-Westfalen und ist ausgebildete Jiu Jitsu-Trainerin.

Nach den Ferien werden die Jiu Jitsu-Begeisterten wieder freitags auf den wettkampftauglichen Matten, die der Heidgrabener Sportverein extra für die Ausübung dieser Sportart angeschafft hat, stehen. Sowohl bei den Kindern, als auch bei den Erwachsenen (ab 14 Jahre) sind Einsteiger willkommen. Vorkenntnisse sind nicht nötig, denn Griff-, Halte- und Hebeletchniken werden im „fließenden Einstieg“ vermittelt und jeder könne aus den beim Training vermittelten Elementen aussuchen, was ihm am besten liege, betont Gabriele Hollender.

Spielerisch, mit Musik und über Geschichten, in denen sie Rollen einnehmen, werden die Kinder an Jiu Jitsu herangeführt. Sie lernen dabei Griff- und Haltetechniken, lernen so zu fallen, dass sie sich nicht wehtun und merken sich so ganz nebenbei die japanischen und deutschen Begriffe für die Techniken. Wie zum Beispiel „O Soto Gari“ – große Außensichel. Voller Stolz zeigen die siebenjährige Lilly und der siebenjährige Tim, was sich hinter diesem Griff verbirgt: Mit der einen Hand den Gegner am Arm, mit der anderen am Kragen packen, überholen und ihm dann von hinten das Bein stellen. Und schon liegt der Gegner auf der Matte. „Das macht Spaß. Wir tun uns nicht weh“, so die beiden.

Und darauf kommt es bei Jiu Jitsu, der „sanften Kunst der Selbstverteidigung“ ja auch an. Jiu Jitsu schult daher nicht nur die Motorik, die Koordination und Konzentration, sondern auch das soziale Verhalten. „Fairness und Rücksichtnahme spielen bei uns eine große Rolle. Die Kinder haben sich schon gut weiterentwickelt und gelernt, dass sie nicht mit voller Kraft agieren“, freut sich Gabriele Hollender über die sowohl sportlichen Fortschritte als auch Fortschritte im sozialen Verhalten ihrer Kindergruppe. Und so ist auch ihr zweijähriger Enkel Nic als Jüngster der Gruppe bestens beim Bodenrandori (Festleger und Haltegriffe am Boden) integriert. Für die Kinder gestaltete Gabriele Hollender das letzte Training vor den Ferien als „interne Olympiade“ und überreichte jedem Kind eine Urkunde. Die Anfänger bei den Erwachsenen legen im Herbst die Prüfungen für den Gelb-Gurt ab.

Jiu Jitsu beginnt wieder nach den Ferien am Freitag, dem 4. September. Die Kinder trainieren in der Turnhalle von 14.30 bis 16 Uhr, die Erwachsenen von 16 bis 17.30 Uhr. Für weitere Interessierte ist die Trainerin unter Telefon 0175/4328690 zu erreichen.

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erstellt am 14.Aug.2015 | 21:16 Uhr

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