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Uetersener Nachrichten

18. November 2017 | 15:06 Uhr

Elbmarschenhaus : Safe weg, Schränke geknackt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Unbekannte Täter haben in das Haseldorfer Elbmarschenhaus eingebrochen und 2600 Euro sowie eine Kamera des Nabu erbeutet.

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 11:08 Uhr

Haseldorf | Als Elbmarschenhaus-Mitarbeiterin Petra von Frieling am Sonnabendmorgen die Räume des Informations- und Veranstaltungszentrums an der Haseldorfer Hauptstraße betrat, traute sie ihren Augen nicht: Der Inhalt von Schränken lag auf dem Boden, ein Fenster des Ausstellungsraums im Erdgeschoss war aufgehebelt worden, ebenso die Tür zum Informationszentrum der Kreisjägerschaft, die hier beheimatet ist. Offensichtlich war eingebrochen worden.

Die Betreuerin der Touristeninformation alarmierte die Polizei. Bis zum Eintreffen der Beamten bekämpfte sie die Angst, dass sich der Einbrecher noch im Gebäude befinden könnte. Doch er war über alle Berge. „Alles, was verschlossen war, wurde aufgebrochen und systematisch durchsucht“, sagte Elbmarschenhausleiterin Edelgard Heim. Zusammen mit Uwe Helbing, Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzbundes (Nabu), der im Elbmarschenhaus sein Büro hat, verschaffte sie sich einen Überblick über den Schaden: Der Einbrecher erbeutete 2600 Euro samt Safe sowie eine Spiegelreflexkamera. Nur ausnahmsweise befand sich so viel Bargeld im Haus. Die Kamera gehörte dem Nabu und wurde zur Dokumentation von Beobachtungen im Naturschutzgebiet Haseldorfer Marsch genutzt.

„Im Gegensatz zu den Einbrüchen in die Schulen der Umgebung, die in den vergangenen Wochen Schlagzeilen machten, haben wir es nicht mit Vandalismus zu tun“, fasste Heim fast dankbar zusammen. Denn es wurde nichts zerstört. Selbst die Schlösser der aufgebrochenen Schränke sind heil geblieben. Ersetzt werden müssen das Fenster und die Tür zum Jägerzimmer.

Laut Spurensicherung handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter. Innerhalb von 20 Minuten kann er alles abgesucht und das Haus durch die Fluchttüren, die sich von innen automatisch öffnen, wieder verlassen haben, so die Einschätzung der Fachleute von der Kriminalpolizei Pinneberg. Der Einbrecher ist von der nicht beleuchteten Straßenseite in das Elbmaschenhaus eingestiegen. Der Bewegungsmelder des Ausstellungsraums muss zumindest kurzfristig für Licht im Untergeschoss gesorgt haben.

Da es unwahrscheinlich ist, dass der Täter sein Diebesgut zu Fuß oder per Bus abtransportiert hat, wird angenommen, dass er mit dem Auto in Haseldorf unterwegs war. Die Beamten bitten um Mithilfe. Wer in der Nacht von Freitag, 13. Mai, auf Sonnabend, 14. Mai, etwas Ungewöhnliches beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (0  41  01) 20  20 mit der Kripo Pinneberg in Verbindung zu setzen.

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