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Engagement : Rückkehr in die Haseldorfer Marsch

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dass sie noch viele Freunde in der Marsch haben und sich manche gut an das Ehepaar erinnern können, ist während der Einweihungsfeier klar geworden. 100 Gäste kamen zur Eröffnung ihrer Galerie nebst kleinem Lädchen im Altenfeldsdeich.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2014 | 19:15 Uhr

Denn einst gehörten Brunhilde und Hans Schmalisch zu den aktiven Hetlingern und haben das Dorfleben mit geprägt. Vor 23 Jahren verabschiedeten sie sich nach Lehsten in Mecklenburg-Vorpommern. Doch für den dritten Lebensabschnitt sollte es zurück in die Heimat gehen. „Die Marsch kennen wir gut, aber es hat sich auch manches verändert“, bilanziert sie.

Viele Menschen aus der Region haben die Beiden als Pädagogen kennengelernt. 1968 kamen sie nach Hetlingen und wohnten anfangs im Schulhaus, später wurde im Blink ein Haus gebaut. Sie unterrichtete in Hetlingen und Holm, er war stellvertretender Schulleiter in Pinneberg und sowie an der Gustav-Heinemann-Realschule in Uetersen. Hans Schmalisch engagierte sich in der Dorfpolitik, etwa für die SPD in der Gemeindevertretung. Die Gattin gab Töpferkurse und organisierte Ausstellungen in ihrem Haus. Bei der Organisation von Festen brauchte man sich ein.

Ein Erbe in der Nähe von Waren an der Müritz gab dem Leben des Paares eine neue Richtung. Nur zu einem Wochenendhäuschen sollte anfangs die Büdnerei umgebaut werden. Der hauptsächlich in Mecklenburg, Pommern und Brandenburg verwendete Begriff beschreibt ein kleines ländlichen Anwesen,

Das Wort stammt von „Bude“ ab. Doch aus einer Büdnerei wurden nach und nach sechs. Die Lehrer verabschiedeten sich aus dem Schuldienst. Eine Pension mit am Ende 58 Betten und ein Galeriecafé wurden eröffnet. 2,5 Hektar umfasst ihr Reich. Aus einer Scheune machte man einen Veranstaltungssaal. Ein Verein wurde gegründet, der die Veranstaltungen organisiert und so Kultur aufs Dorf bringt.

Doch irgendwann nahm die Arbeit überhand und es wurde an den Ruhestand gedacht. „Zwei Jahre haben wir uns sehr schwer getan“, so Brunhild Schmalisch. Vier der sechs Kinder wohnen in der Region und in deren Nähe wollten sie ziehen. Erst war das Paar an einem anderem Haus am Altenfeldsdeich interessiert. Durch Kontakte wurde das alte Bauernhaus gefunden. Doch dann stellte das heute 78- und 68-jährige Paar fest, dass das Haus zu groß ist. Und so wurde mit Tochter Friederike Grupen die Idee des Ladens plus Galerie geboren. Dekoratives und Wohnaccessors werden verkauft. Wechselnde Künstler und Kunsthandwerker stellen aus. Derzeit ist es die Malerin Heike Camp.

Geöffnet sind die Räume im Altenfeldsdeich 18 donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr, sonnabends zwischen 10 und 14 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (04129/ 9559944).

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