Berliner Erklärung : Rossmann für gesetzliche Frauenquotenregelung

Der Kreis-Pinneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann hat sich an einem Aufruf beteiligt, der eine verbindliche Quote für mehr Frauen in Führungspositionen fordert.

shz.de von
05. Januar 2012, 20:53 Uhr

„Die ‚Berliner Erklärung‘ ist ein Weckruf für all diejenigen in der Regierungskoalition, die eine verbindliche gesetzliche Quote für mehr Frauen in den Führungspositionen von Unternehmen für unnötig halten!“ Mit diesen Worten hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann die „Berliner Erklärung“ eines überparteilichen Bündnisses begrüßt.

In der Erklärung, die der Abgeordnete auch unterzeichnet hat, wird gefordert, endlich „verbindliche gesetzliche Regelung zur geschlechtergerechten Besetzung von Entscheidungsgremien der Wirtschaft, wie Aufsichtsräte und Vorstände“ einzuführen. Auch Rossmann mahnt eine entsprechende Regelung an. „Noch immer stoßen viele hochqualifizierte Frauen in Deutschland an die ‚gläserne Decke‘“, betont der Abgeordnete. So seien nur 2,5 Prozent der Vorstandsposten der 200 größten deutschen Unternehmen mit Frauen besetzt. „Die Fakten zeigen, dass die Zeit für freiwillige Vereinbarungen endgültig vorbei ist“, ist Rossmann überzeugt.

Mit der „Berliner Erklärung“ will nun ein Bündnis von Abgeordneten aller Bundestagsfraktionen sowie aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Kirchen und Sport die Blockade von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) aufbrechen und eine Quote von mindestens 30 Prozent für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen durchsetzen. „Das ist eine Forderung, der ich mich gerne anschließe, auch wenn wir nach Auffassung der SPD noch weiter gehen müssten“, betont Rossmann. Die SPD fordert eine verbindliche gesetzliche 40-Prozentquote nicht nur in Aufsichtsräten sondern auch in Vorständen deutscher Konzerne. „Diese Forderung werden wir mit einem Antrag in diesem Jahr auch in den Bundestag einbringen“, kündigt der Politiker an.

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