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Jahreshauptversammlung : Rosenkrieg geht in die Verlängerung

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Fußballfans müssen momentan ganz stark sein: Denn noch ist ungewiss, wie und wo der Mannschaftssport künftig in Uetersen gespielt wird. Die Fronten zwischen der Abteilung Fußball des TSV Uetersens und dem neugegründeten Fußballverein „Rasensport Uetersen von 1926“ verhärten sich zunehmend. Denn irgendwann sei eine Zeit erreicht, wo man sage: „Bis hierhin und nicht weiter!’“ äußerte Thorsten Reinke, Erster Vorsitzender der Abteilung Fußball, nun auf der Jahreshauptversammlung.

Der TSV-Uetersen hatte entschieden, weiterhin Fußball für alle anzubieten. Rasensport bleibt daher nichts anderes übrig, als kommende Saison mit den Ersten Herren in der Kreisklasse B zu starten, während der TSV in der Landesliga verbleibt – sofern eine Mannschaft zustande kommt. Nach Angaben der TSV-Vorstandsmitglieder seien die Gespräche zwischen ihnen und dem Vorstand von Rasensport bisher konstruktiv und sachlich verlaufen. Doch hinter den Kulissen brodelt es. Die Stimmung auf der Jahresversammlung der Abteilung Fußball war angespannt, einige TSV-Mitglieder machten ihrem Ärger Luft: „Wir sehen den Fußballsport in Uetersen kaputt gehen“.

Besonders gegen Peter Ehlers wurden einige Stimmen laut. Ehlers gehört zu den Gründungsmitgliedern von Rasensport, ist aber bis zum Ende der laufenden Saison noch als Trainer der Ersten Herren beim TSV Uetersen angestellt. Ihm wurde vorgeworfen, auf einem Elternabend Abwerbung gegen den TSV betrieben zu haben. „Das ist kein Fairplay!“, bekundete Uwe Brill, Teammanager der C-Jugend. Er befürchte, dass dem TSV die jungen Nachwuchskicker davonlaufen.

Peter Ehlers verteidigte sich gegen die Vorwürfe: „Wenn ich gefragt werde, warum ich zu Rasensport wechsle, ist es mein gutes Recht, darauf zu antworten.“ Er habe seine Entscheidung für das nächste Jahr getroffen und stehe auch dazu. Der TSV-Vorstand der Abteilung Fußball pflichtete ihm bei. Jeder müsse die Entscheidung selbst treffen, in welchem der beiden Vereine er künftig Fußball spielen möchte. Um diese Entscheidung treffen zu können, stehe es jedem frei, sich Informationen einzuholen.

Das Interesse des TSV Uetersen sei es insbesondere, die Kinder und Jugendlichen im Verein zu halten, um sie sportlich zu erziehen, nicht nur bezüglich des Fußballs, sondern auch in anderen Sportarten. Beide Vereine verfolgen vorerst die Strategie „Warten wir mal ab – 1. Juli.“ Wie es mit dem Fußball in Uetersen weitergeht, wird sich also erst im Sommer endgültig klären.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 16:25 Uhr

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