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Fördergemeinschaft für Kinder in Sri Lanka : Rosenkinder sind überaus erfolgreich

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es gibt Neues von den „Rosenkindern“, dem Förderverein, der sich von Uetersen aus um das Wohl von Waisenkindern in Sri Lanka kümmert und begabte Jugendliche finanziell unterstützt. In diesem Jahr wird der Verein zehn Jahre alt. Vor zwei Wochen ist die elfköpfige Gruppe von ihrem Jahresbesuch aus Sri Lanka zurückgekehrt. Am längsten hat sich Dieter Kaske, Vorsitzender des Vereins, auf der Insel, unweit entfernt von der Südspitze Indiens, aufgehalten.

In Augenschein genommen werden konnten die verschiedenen Projekte des Vereins. Zum Beispiel die „Rosenkinder“-Patenschaften in Zusammenarbeit mit dem Lions Club Aluthgama/Bentota.

Der kontinuierliche Anstieg von Patenschaften hält an. Inzwischen wird für 35 Kinder eine Patenschaft übernommen. Acht Patenschaften konnten/ mussten allerdings beendet werden. Bei vier Kindern/Jugendlichen haben die „Rosenkinder“ den Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich begleiten können. Bei vier weiteren Kindern musste die Förderung auf Empfehlung des Lions Clubs gestoppt werden. „Falsche Zeugnislegung, beziehungsweise Vorenthalten von Leistungsnachweisen führen nach den vom Verein bestimmten Regeln leider zum Ausschluss der Förderung, allerdings nicht ohne Vorwarnung“, so Dieter Kaske.

Das laufende Projekt „Förderunterricht im Anula Wijerama Children Home in Balapitija“ in Zusammenarbeit mit dem All Ceylon Buddhist Congress (ACBC) zeichnet sich ebenfalls durch eine langfristige und erfolgreiche Förderung von vielen Waisenmädchen beziehungsweise Mädchen aus, bei denen die Eltern auf Dauer oder zeitweise das Sorgerecht verloren haben. Kaske: „Wir qualifizieren die Mädchen durch verschiedenste Sonderunterrichte. Aktuell sind in der Einrichtung 40 Mädchen im Alter von 5 bis 19 Jahren, betreut von sieben Lehrern an sechs Tagen in der Woche. Bei unserem diesjährigen Besuch konnten wir nicht nur die Freude der Mädchen, sondern auch gute Fortschritte in den verschiedenen Disziplinen der von uns finanzierten Fördermaßnahmen feststellen.“ Ein Mitglied der „Rosenkinder“ wird im Frühjahr ein „Praktikum“ von fünf Wochen im Children Home in Balapitija absolvieren – auf eigene Kosten. Es gibt auch ein neues Projekt: „Rosenkinder Hostel“ beim Vocational Trainingscenter Panadura in Zusammenarbeit mit dem All Ceylon Buddhist Congress (ACBC). Ein schwerer Titel, der es verdient, kurz erläutert zu werden: Am Anfang stand die Idee, Jugendliche, die mit Erreichen des 19. Lebensjahres die verschiedenen Waisenhäuser von ACBC verlassen müssen, an einem zentralen Ort in Sri Lanka für den Übergang in den Alltag besonders zu qualifizieren. Eine besondere Idee entstanden aus Kaskes Dialog mit Jagath Sumanipala vor einigen Jahren. Sumanipala ist der Präsident des ACBC. Dieter Kaske: „Anfangs hatten wir an eine Hochbegabtenförderung gedacht, Förderklasse zur Erreichung des Abiturs. Danach standen eigene zentrale Ausbildungsförderkurse, zuletzt zu Alten- und Krankenpflegerinnen zur Diskussion. Allerdings war die Idee der zentralen Förderung mit einem anerkannten Abschluss absolutes Neuland und musste in unzähligen Sitzungen von ACBC mit diversen staatlichen Stellen abgesichert werden. Darauf haben wir keinen Einfluss, wir konnten nur auf das endgültige Ergebnis warten.“ Das Ergebnis liegt nun vor: In Panadura hat angrenzend zum dortigen Waisenhaus vom ACBC im Oktober 2013 ein staatliches Vocational Trainingscenter seinen Ausbildungsbetrieb in den Disziplinen Kosmetik, Friseur, Schneidern und Nähen aufgenommen. Hochwertig ausgerüstet mit Technik und Personal und mit anerkannten Abschlüssen für externe Bewerber gegen monatliche Kursgebühren. Die „Rosenkinder“ haben in diesem Zusammenhang zusammen mit dem ACBC Räumlichkeiten im Waisenhaus geschaffen, in dem bis zu 14 Mädchen aus diversen ACBC-Waisenhäuser wohnen, betreut werden und „gratis“ an den Kursen im Vocational Trainingcenter teilnehmen können. 20 Prozent der Umbau- und Erstellungskosten (das sind 3500 Euro) hat der Uetersener Verein bezahlt. Entstanden sind ein Wohn- und Schlaftrakt, eine Küche und ein Sanitärbereich. Bezogen auf die Ausbildung wurde von den „Rosenkindern“ angeboten, die monatlichen Kursgebühren zu übernehmen und zudem einen pauschalen Zuschuss für Unterbringung und Verpflegung. Dieses Modell bedarf allerdings noch der Zustimmung des Vorstands. Die vierte Kernaufgabe des Vereins betrifft die Sonderförderung für die Madyama Lanka Nrutya Mandalaya Dancing School von Dr. Waidyawathie Rajapaksha in Amunugama bei Kandy. Kaske erläutert: „Unser Verein konzentriert sich bekanntlich auf Ausbildungsförderung in Sri Lanka. So sieht es auch die Satzung vor. Allerdings gibt es auch Bildungsmaßnahmen zur Erhaltung der Kultur in Sri Lanka. Dazu fühlen wir uns auch wenig verpflichtet. Herausragend dabei ist der Kandyan Dance und in dem Zusammenhang die Tanzschule in Amunugama. Staatliche Unterstützung gibt es kaum. Das Gebäude ist in einem sehr schlechten Zustand, wird aber seit Jahren auch mithilfe vom Sri Lanka Verein Hamburg Schritt für Schritt renoviert. Auch wir unterstützen die Tanzschule regelmäßig, allerdings nur durch Sonderspenden von Mitgliedern. Davon werden Tanzkleidung für Aufführungen und Instrumente finanziert.“ Die Tanzschule hat rund 125 Schüler im Alter von vier bis 18 Jahren. „www.rosenkinder.org“.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 18:31 Uhr

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