zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 12:28 Uhr

Handball : Rose der Held, der hält

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am Sonnabendabend gastierten die 1. Herren des TuS Esingen in der Hamburg-Liga beim wieder erstarkten Norderstedter SV – und hatten, nach der (gut verlaufenen) Finger-Operation bei Alexander Dustin Witt ein Torwart-Problem.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2012 | 21:07 Uhr

Da die 1. männliche A-Jugend zeitgleich spielte, räumte Ex-Keeper Dennis Rose (hatte ab 2005 insgesamt 42 Oberliga-Einsätze) kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit die Trainerbank der 2. TuS-Herren, deren Coach er ist, um nach Norderstedt zu eilen und dort das Esinger Tor zu hüten. Beide Teams begannen nervös und die TuS-Spieler gaben NSV-Keeper Matthias Mattuch wiederholt Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Die Norderstedter packten zunächst energischer in der Abwehr zu, die Siebenmeter-Bilanz zur Pause lautete 2:1 für Esingen.

Da aber Timo Kreckwitz (vorbei) und Dennis Lißner (gehalten) ihre Strafwürfe nicht verwandelten, während Thiago Santos vollstreckte, war die Ausbeute vom Punkt aus 1:0 für Norderstedt. Thomas Stegmann erfreute sich am Kreis besonderer Bewachung, hatte er doch 482 Tore in 93 Punktspielen für die Esinger erzielt, ehe er zum NSV ging – und trotzdem war er es, der Rose mit einem Heber zum 11:12-Anschlusstreffer kurz vor der Pause bezwingen konnte. Als TuS-Trainer Jan-Henning Himborn nach 32 Minuten und 24 Sekunden seine Auszeit nahm, war das eine „Notbremse“: Der NSV hatte nach dem Seitenwechsel binnen nicht einmal zweieinhalb Minuten vier Tore erzielt und die Esinger hatten nichts dagegenzusetzen. Bis zur 40. Minute gelang es dem NSV, angetrieben von Spielertrainer Thiago Santos (erzielte allein in diesen zehn Minuten fünf Tore) einen Vier-Tore-Vorsprung herauszuspielen.Die Gäste blieben bei ihrer Linie und kämpften sich Minute um Minute sowie Tor um Tor wieder ins Spiel. Daniel Quilitzsch kam aufs Parkett und erzielte prompt den 20:21-Anschlusstreffer (45. Minute). Die Norderstedter begannen zu lamentieren und starteten damit eine „Zeitstrafen-Serie“, wodurch es auf dem Spielfeld übersichtlicher wurde. Mindestens die zweite Zeitstrafe innerhalb von 15 Sekunden in der 56. Minute beim Stand von 22:24 löste eine Trotzreaktion der Norderstedter aus: Tobias Schadendorf gelangen in Unterzahl zwei Tore zum 24:24. Die letzten zweieinhalb Minuten wurden dadurch richtig spannend: Einem Esinger Stürmerfoul folgten ein NSV-Fehlpass und das 24:25 von Dennis Lißner (erzielt aus dem linken Rückraum), das die Gäste frenetisch feierten: Zumindest ein Punkt war nun sicher. Als noch elf Sekunden zu spielen waren, verwirkte Daniel Abel einen Siebenmeter – doch Rose parierte den Santos-Strafwurf und wurde damit zum Helden. „Ich wusste nicht, wo er hinwirft“, so Rose, der betonte: „Wir haben es versäumt, in Überzahl den Sack zeitig zuzumachen!“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert