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Bürgermeisterwahl : Roland Krügel verärgert über CDU-Vorstoß

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Amtsinhaber in Tornesch war nicht informiert und hält sich eine Kandidatur ausdrücklich offen.

von
erstellt am 11.Apr.2017 | 12:24 Uhr

Tornesch | Der Tornescher Verwaltungschef Roland Krügel (CDU) hat sich überrascht und verärgert über das Vorpreschen seiner Parteikollegen in Sachen Bürgermeisterwahl gezeigt. „Ich habe davon nichts gewusst“, sagte der Amtsinhaber gestern. Er behalte sich eine Kandidatur ausdrücklich offen. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende, Daniel Kölbl, hatte am vergangenen Freitag einen Kriterienkatalog mit Anforderungen an den neuen Bürgermeister veröffentlicht. Krügel spielt darin keine Rolle mehr.

Regional verbunden, mit großer Wirtschaftskompetenz und ein Vertreter von christdemokratischen Werten, so stellt Kölbl sich den Nachfolger von Krügel vor − und präsentiert mit CDU-Ratsherr Bernhard Janz auch gleich einen Interessenten, der für die Tornescher Christdemokraten in den Ring steigen möchte. Dabei steht noch gar nicht fest, ob der Amtsinhaber − ausgestattet mit CDU-Parteibuch − nicht doch für weitere sechs Jahre zur Verfügung steht. Er habe sich stets vorbehalten, noch einmal anzutreten, betonte Krügel im UeNa-Gespräch. Die Entscheidung wolle er nach der Sommerpause treffen, also vermutlich Ende August.

Krügel ärgert nicht nur, dass er in den Planungen der CDU anscheinend keine Rolle mehr spielt, ihm stößt auch das grundsätzliche Vorgehen von Kölbl sauer auf. „Ich bin nicht angesprochen worden“, sagte der Verwaltungschef, der von dem Kriterienkatalog erst aus der Zeitung erfahren habe.

Stellenausschreibung kommt erst im Sommer

Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung wundert den Bürgermeister, denn es gebe noch nicht mal eine Stellenausschreibung, geschweige denn einen Ausschreibungstext. Dieser soll laut Krügel nach der Sommerpause vorliegen. „Wenn die CDU meint, sie muss schon einen neuen Kandidaten präsentieren, dann ist das deren Sache“, machte der Amtsinhaber seine Position deutlich.

Uneins sind CDU-Stadtverband und Krügel auch beim Thema Wahltermin. Wie berichtet, möchten die Tornescher Christdemokraten gerne möglichst früh abstimmen lassen. Der Bürgermeister spricht sich allerdings, wie auch die SPD, für den 6. Mai 2018 aus. An diesem Tag werden die Bürger ebenfalls für die Kommunalwahl an die Urnen gerufen. Kölbl hatte argumentiert, mit einem Wahltermin noch in diesem Jahr, habe der neue Bürgermeister genügend Zeit, sich auf die künftigen Aufgaben vorzubereiten. Krügel sagte hingegen, er könne sich nicht vorstellen, wie jemand ein halbes Jahr lang eingearbeitet werden solle. Die Amtszeit von Roland Krügel, der seit 1986 Bürgermeister von Tornesch ist, endet am 30. Juni 2018.

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