Molotow : Rock’n’Blues: Hanni El Khatib brilliert

Er hat viele Songs geschrieben, Musik produziert und Gitarre gespielt und dennoch hat sich der Kalifornier Hanni El Khatib selbst lange Zeit nicht als Musiker betrachtet. Glücklicherweise hat sich seine Ansicht diesbezüglich grundlegend geändert und mittlerweile veröffentlicht er unter seinem eigenen Namen Rock’n’Blues der obersten Schublade.

shz.de von
06. November 2013, 20:21 Uhr

Als Skateboarder hat sich Hanni in den USA bereits einen Namen machen können und auch als Creative Director arbeitete er schon über einen längeren Zeitraum erfolgreich. Die Plattenfirma, bei der er heute unter Vertrag ist, wollte unbedingt mit El Khatib zusammenarbeiten, was ihn letztendlich davon überzeugte, auch seine eigenen musikalischen Projekte mit etwas mehr Ernst zu betrachten. Kurzerhand wurde das Debütalbum „Will The Guns Come Out“ herausgebracht und die grundsoliden Songs, die ohne abgegriffene Klischees daherkommen und rau klingen, katapultierten sich rasant in die Herzen der Hörerschaft. Doch es sollte nicht nur bei einem Album bleiben, so veröffentlichte Hanni El Khatib im August diesen Jahres sein zweites Werk „Head In The Dirt“. Auch hier gelang dem Musiker ein musikalisch interessanter Spagat zwischen den Genres Rock’n’Roll, Garage, Blues und Soul. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Hanni „The Black Keys“-Gitarristen Dan Auerbach kennenlernte. Dieser ist seit geraumer Zeit auch als Produzent tätig und brachte die Idee ein, das zweite Album so intuitiv und ursprünglich zu halten, wie es nur geht – und das mit Erfolg.

Die ersten Konzerte gab El Khatib für seinen Freundeskreis, doch mittlerweile stieg sein Bekanntheitsgrad dermaßen, dass der Kalifornier auf dem riesigen SXSW-Festival und auf dem Bonnaroo-Festival aufgetreten ist. Hinzu kommen internationale Tourneen, unter anderem als Support für „Florence And The Machine“.

Hanni El Khatib wagt in seiner Musik immer wieder kleine Retrospektiven und blickt in die Vergangenheit der Musikhistorie, doch zweifelsohne sind die Songs kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein Zeugnis der Musik in der Gegenwart. Genau so wünscht man sich Rock’n’Blues im 21. Jahrhundert.

Am Freitag, den 29. November, gibt Hanni El Khatib in Begleitung seiner dreiköpfigen Band ein Konzert im Hamburger Molotow. Am Schlagzeug sitzt Ron Marinelli, Bass spielt Adrian Rodriguez und an der Gitarre und den Keys kann man Hayden Tobin bewundern. Genau wie seine Alben sind auch die Live-Konzerte ein mitreißender Moment voll musikalischer Intuition. Tickets für die Veranstaltung sind im Vorverkauf zu einem Preis von 21 Euro erhältlich. Beginn der Show ist ab 20 Uhr.

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