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Umweltprojekt : Robustrinder: eine gute Idee aus Klein Nordende

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der von Politik und Wirtschaft ins Leben gerufene Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, der jedes Jahr Ideen und Projekte von regionaler, nationaler oder internationaler Bedeutung auszeichnet, hat einem Projekt aus Klein Nordende einen Preis verliehen: Es ist der von Familie Wichmann gegründete „Verein für extensive Robustrinderhaltung im Liether Moor“. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die urtypischen Moorflächen wiederherzustellen und das Landschaftsbild zu erhalten. Dazu werden vom Verein besonders widerstandsfähige Rinder auf dem Moorgebiet gehalten.

Es sind sogenannte „Highland-Cattle“-Rinder die nicht nur Gras fressen, sonder ebenso schnell wachsende Binsen und Büsche. Das schont langsamer wachsende Arten und die Artenvielfalt im Moor wird erhöht. Ein angenehmes Nebenprodukt: Die Tiere liefern besonders hochwertiges Fleisch, denn sie werden mit „Whitebred-Shorthorn-Bullen“ gekreuzt, was zur ausgezeichneten Qualität des Fleisches beiträgt.

Weitere Besonderheit: Die Rinder leben das ganze Jahr im Freien und können sich auf einer großen Fläche frei bewegen, ohne auf bestimmte Weiden festgelegt zu sein. Durch Verbiss (das Abbeißen von Knospen, Blättern oder Zweigen) und Tritt entstehen abwechlsungsreiche Mosaike aus Weiderasen, Hochstaudenfluren, offenen Böden, Gebüschen und Wäldern, die wiederum vielen anderen Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten. Das Projekt erhält daher wertvolles Naturerbe und leistet einen hohen Beitrag zum Umweltschutz.

Der Wettbewerb wird seit 2006 von einer Initiative namens „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert. Und so überreichte am vergangen Freitag Rafaela Korczewski, Leiterin der Deutschen Bank Elmshorn dem ersten Vorsitzenden des Vereins, Dieter Wichmann, die Auszeichnung „Ausgewählter Ort 2012“. Korczewski betonte: „Der Verein leistet mit seinem Projekt eine einmalige und vorbildliche Arbeit. Er verbindet Ökologie mit Ökonomie, bürgerschaftliches Engagement mit höchsten Qualitätsansprüchen und gesellschaftliche Verantwortung mit kreativen Finanzierungskonzepten. Kurzum: Hier im Liether Moor wird die Zukunft in die Hand genommen.“

Weiter Highlights: Eine „Offene Kuhschule“ mitten in der Natur. Hier sollen in Zukunft Kinder an die Natur herangeführt werden. Es wurde eine Streuobstwiese angelegt und ein großer Froschteich geplant. Ein Kuhweg als Lehrpfad wird das ganze Projekt abrunden.

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erstellt am 26.Aug.2012 | 20:33 Uhr

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