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Uetersener Schützengilde von 1545 : Rituale begleiten durch das Gildejahr

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Uetersener Schützengilde von 1545 ist vom Ursprung eine Schutz- und Trutzgilde. Die in ihr vereinten Männer hatten es sich zur Aufgabe gemacht, das Kloster vor allen Gefahren zu beschützen. Sei es Feuer oder eine fremde Macht, die „Einlass“ begehrte. Aus dieser alten Zeit stammt noch heute der Brauch, dass sich der jeweils neue Gildekönig dem Klosterprobsten vorstellt. Dieser ist zugleich Patron der Gilde.

shz.de von
erstellt am 09.Jul.2013 | 21:43 Uhr

So schaute kürzlich auch Gildekönig Klaus Ratjen samt Gefolge vorbei. Klosterprobst Hubertus Graf von Luckner empfing die Delegation und wünschte der Rotte eine ereignisreiche und schöne Zeit. Anschließend wurde zur Priörinnenscheune marschiert – in vollem Dress, trotz hochsommerlicher Temperaturen. Schwarzer Hut, schwarze Jacke – doch so lange der König nicht ablegte, durfte es auch kein „Untertan“ tun. Klaus Ratjen aber hatte ein Einsehen mit seinen Gildebrüdern. Und sofort im Anschluss an das offizielle Foto zog er die Jacke aus und legte den Hut zur Seite. Ratjen hatte abgelegt und alle folgten ihm dankbar.

Der morgendliche Umtrunk im Garten der Priörinnenscheune tat allen gut. So gestärkt konnte man sich auf den nächsten Höhepunkt im festgelegten Ablauf eines Gildejahres konzentrieren: auf das Aufhängen des Königsschildes am Sitz des Regenten. Diese Aufgabe übernehmen seit vielen Jahrzehnten die Ritter. Ralf Scharp (Erster Ritter) und Ralf Volz (Zweiter Ritter) bewiesen dabei viel Talent. Kerzengrade wurde das Königsschild am Wohnhaus der Familie Ratjen befestigt. Dem Königspaar zum Wohlgefallen. Dass für diesen Akt die Hausnummer abgenommen werden musste, störte den König offensichtlich nicht.

Vielmehr war es ihm eine große Ehre, dass so viele Gildebrüder und Freunde der Zeremonie beiwohnten.

Unter den illustren Gästen waren Bürgervorsteher Adolf Bergmann und Alt-Bürgermeister Wolfgang Wiech, die sofort begannen, von „alten Zeiten“ zu plaudern. Schließlich war Bergmann bereits unter Wiech Bürgervorsteher. Der laue Abend lud zum längeren Verweilen ein. Und das taten viele auch. Zudem dürfte das gute Essen, das gereicht wurde, und die vielen netten Tischrunden zum Ausharren trotz langsam sinkender Temperaturen beigetragen haben.

Nächstes Großereignis für den Gildekönig und die Ritter ist die „Vogelhochzeit“, welche im Herbst gefeiert wird.

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