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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 03:54 Uhr

Amtsvorsteher : Rißler-Sturz misslungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Stuhl wackelte, aber er fiel nicht. Nur knapp konnte sich Amtsinhaber Walter Rißler (CDU) bei der Wahl des Vorstehers des Amtes Moorrrege durchsetzen. Zwölf Stimmen vereinte der Holmer Bürgermeister auf sich, seine Herausforderin die Groß Nordender Bürgermeisterin Ute Ehmke (Gemeinschaft unabhängiger Bürger, GuB) bekam neun Kreuzchen. Es gab ferner zwei Enthaltungen bei der konstituierenden Amtsausschusssitzung im Gemeindezentrum Heidgraben.

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 19:16 Uhr

Seit 23 Jahren ist Rißler Vorsteher des „Rathauses für die sieben Gemeinden“. 27 Jahre steht er an der Spitze der Gemeinde Holm. Nur einmal hatte es den Versuch gegeben, ihn von der politischen Spitze der Verwaltung zu stürzen. In den Neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts scheiterten die Moorreger Christdemokraten kläglich.

Überrascht schien nun der 70-Jährige zu sein, als es nach dem Vorschlag seines Holmer Parteifreundes Horst Schaper auf Wiederwahl noch eine zweite Meldung gab. Die stellvertretende Heistmer Bürgermeisterin Ute Schleiden (Freie Wahlgemeinschaft) schlug Ute Ehmke vor. Die tat überrascht, erklärte jedoch das Amt übernehmen zu wollen, so sie gewählt wird. Der Moorreger Grüne Helmuth Kruse wollte geheime Wahl beantragen, ihm kam jedoch der Appener Christdemokrat Hans-Peter Lütje zuvor.

Zehn Minuten Pause waren nötig, um die Wahl vorzubereiten und die Küche des Gemeindezentrums zur Wahlkabine zu machen. Während einige der 23 Amtsausschussmitglieder das intensive Gespräch suchten, widmeten sich andere den von der Gemeinde Heidgraben spendierten Schnittchen oder warteten einfach ab.

Nachdem der Heidgrabener Bürgermeister Udo Tesch als Sitzungsleiter das Ergebnis verkündet hatte, gratulierte die Unterlegene dem Amtsinhaber. „Völlig legitim“ sei es gewesen, eine Gegenkandidatin aufzustellen“, so Rißler in seiner Antrittsrede, „ich kann damit leben.“ Er werde seine Kraft weiter für das Amt einsetzen. „Ich bin für alle immer ansprechbar“, fügte der Christdemokrat hinzu.

Bestätigt wurde dann noch der erste stellvertretende Amtsvorsteher Lütje sowie der zweite Stellvertreter, der Moorreger Georg Plettenberg (CDU). Der Appener nutzte die Gelegenheit zu einem Appell. „Ich wünsche mir eine noch intensivere Zusammenarbeit“, sagt Lütje. Er wolle sich, besonders in Bezug auf die Mitarbeiter des Amtes noch mehr einbringen.

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